Bauhaus-Universität Weimar

phosphat spielt, vergleiche die wichtige bereits citirte Arbeit 
von Kitter. 
Wesen der Aciditätsbestimmung. 
Die Aeiditätsbestimmung bezweckt in erster Linie, den 
Ueberschuss der Säürpädui valente über die Basenäquivalente 
zu ermitteln, denn «las ist die Acidität des Urins im ge¬ 
wöhn lieh en Sinne. Wenn wir also einer bestimmten Uarn- 
nieege soviel Vio Normal lauge zusetzen, bis neutrale Réaction 
erzielt ist, so .wissen wir, dass die gefundene Alkalimenge der 
überschüssigen 1 10 Xormalsäurcüquivalentmenge gloichkommt. 
Daraus lässt sieh dann mit Leichtigkeit die für den Tagesurin 
nöthige Alkalimenge und daraus endlich die (iesammtacidität 
pro die berechnu.Dieselbe wird dann vort heilhaft in (irammen 
reiner Oxalsäure (»der Salzsäure ausgedrüekL 
Alan tilrirt also auf den Neutralisation spun kt. I) - 
runter verstehe ieli jenen Dankt einer Salzlösung, bei welfliom 
auf Zusatz einer Spur Säurt* die Lösung gegenüber Indicatorcn 
sauer und auf Zusatz einer Spur Hast* alkaliseh reagi rt. Als 
bester Indicator hat sieh dafür Dhenolphtalein herausgestcllf, 
weil derselbe für Salzlösungen dein theoretisch auf chemischem 
Wege ermittelten Neutralisaiionspuukle ungemein nahe kommt. 
Die A cid i I ät ist also der Ueberschuss der Säuromeugen 
einer Lös im]? über ihren Xeulralisalionspunkt. 
Mit der Bestiminung der llarnacidität, die also einen 
relativen Begrijfdarslellt, ist über die vom Körper ausgeschiedene 
Säuremenge selbst noch «rar nichts gesagt. Wenn der Urin 
Sein* viel Säuren enthält, däber aber auch gleichzeitig viel 
Alkalien, so kann seine Acidität gering sein und durchaus 
nicht auf eine grosse Alenge ansgeschiefleiier Säuren schliessen 
lassen. In diesem Kalle kann erst die gleichzeitige Bestimmung 
der Basen uns über die thaLsäel11 iehe Menge der Säuren 
aufklüren. 
Zur Krmittelung der Acidität sollte ihrem ganzen Wesen 
nach die einfachste Methode diejenige sein, die titrimetriseh 
so viel Lauge zusetzt, bis alle sauren Salze in Neutralsalze 
verwandelt sind.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.