Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Beeinflussung der Eiweisscoagulation durch stickstoffhaltige Substanzen
Person:
Spiro, K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17436/17/
erlialtfii werden. Leber «lie in solchen Füllen zweckmässige 
Nomenelalur wird wohl erst später eine Entscheidung getroffen 
wer.len können. Vorderhand wird es sich empfehlen, an dem 
Begriff, wie er sieh ans den ursprünglichen Untersuchungen 
ergehen hat. feslzuhaltcn. wobei das physikalische Ver¬ 
hallen des Alkaliall.nminats die Hauptrolle spielte, ln Bezug 
hierauf herrscht zwischen der Wirkung der Alkalien und des 
Harnstoffs eine vollkommene Analogie: Wie oben auslührlich 
gezeigt, vermag llarustolf in geringerer Concentration his zu 
1" den Coagulationspunkt zu erhöhen, genau wie es ver¬ 
dünnte Alkalien tlmn'i: hei höherer Concentration wird die 
Coagulation ganz verhindert, ja beide sind im Stande, coagu- 
lirtes Albumin wieder in wässerige Lösung überznfuhren. 
;v j Wie Oben erwähnt, hat 0. Nasse aueh in Belrelf der 
Senfölvvirkungdie Analogie mit der Alhuminathildung hei.ml. 
Hei dem, ehemisehen Charakter der Senföle erscheint aber 
diese Annahme bedenklich. so geeignet sie ist, eine l cherem- 
stimmung mit dem sonst hei stickstoffhaltigen Stoffen beobach¬ 
teten Verhallen herzustellen. Es darf vor Allem nicht ausser Be¬ 
tracht bleiben, was. als < ). Nasse seine Yermuthung ansspradi. 
noch nicht bekannt war, dass Senföle mit stickstoffhaltigen >uh- 
stanzen leicht unter Bildung von Additionsprodukten reagir.: . 
namentlich ist es bekannt, dass gerade mit den Spallung- 
|,i,,rt„elen des Kiweisses, den Amidosäuren. die Senföle unter 
Bildung von Thiohydantoinen sich uinselzen. Nachdem 
0. Asehati2) dies zuerst festgestellt und die Natur der ent¬ 
stellenden Verbindungen erkannt hatte, haben W. Alarekwnld, 
M. Neumark und B. Stelzner3) gezeigt, dass alle Amidosäuren 
in alkalischer Lösung bereits in der Kälte unter starker 
Erhitzung mit allen Senfölen unter Bildung der entsprechenden 
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die Eiweissfc irpef des Serums gezeigt liât, dass durch Zusatz u i dünn 111 
Alkalis der npaleseenzpunkt allmählich von <0* auf <•! u'"* 
C.oägulationspunkt von'*«” auf SO“ C.i steigt, gilt nach eigenen tria:.;- 
nngen auch für andere Kiweisskörper. . 
g Kerl. Berichte, ltd. XVI. 5. 15«. IKK:! u. ltd, XVII. s i*' I". 
•'. Ebenda. Bd. XXIV. S. :C'7K. lKStl.
        

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