Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Bestimmung der Oxalsäure und das Vorkommen von Oxalursäure im Harn
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17414/11/
torium bei Arbeiten über die Oxalsäure im Ménschenliarn noch 
weitere Doppeîbestimmungen ausgeführt worden, welche bei 
entsprechender Gelegenheit angeführt werden sollen. 
hs fragt sich noch, ob das Verfahren irgend welche 
Schwierigkeiten bietet; solche können mitunter dadurch ent¬ 
stehen, dass sich der Aether schlecht absetzt. Man lässt dann 
den Harn ab, soweit er klar ist, giesst auch die Aetherschicht 
ab, soweit sie sich geklärt hat, und behandelt die Zwischen¬ 
schicht mit einer neuen Portion Aether. Ferner gelingt mit¬ 
unter die Abscheidung der harzigen Substanz nicht ganz gut 
(dieses ist mir übrigens nur am Anfang vorgekommen, in 
letzter Zeit nicht»: es wird dann die ganze Flüssigkeit, aus 
welcher sich der oxalsaure Kalk abscheidet, harzig trüb und 
mit dem oxalsauren Kalk scheidet sich auch etwas Harz 
aus. Dieses Verhalten ist ohne Bedeutung^ da das Harz 
beim Waschen des filters mit Alkohol und Aether grössten- 
theils in Lösung geht und beim Verbrennen keinen oder 
nur einen minimalen Rückstand gibt. Man kann übrigens 
auch, wenn diese Erscheinung eintreten sollte, .die trübe 
Flüssigkeit wiederholt mit Aether durchrühren und den Aether 
oben abgiessen. Dies ist ohne Verlust an oxalsaurem Kalk 
ausführbar. 
Der Nachweis der Oxalsäure in den Geweben Ast gleich¬ 
falls auf dem W ege der Aetherextractiou sehr leicht zu führen. 
Man wird gut thun, stets grössere Mengen der betreffenden 
Organe oder Gewebe — nicht unter 200- 500 g — in Arbeit 
zu nehmen, da die Oxalsäure stets nur in eben wägbarer 
Menge oder in Spuren vorhanden ist. 
I las feingehackte Gew ebe wird mit dem mehrfachen Volumen 
Wasser digerirt, dann direkt zum Sieden erhitzt, colirt, ab¬ 
gepresst, nachgewaschen, eingedampft, event, noch einmal fjltrirt 
und der stark eingeengte Auszug nach dem Ansäuern, mit Salz¬ 
säure mit Aether ausgeschüttelt. Kleine Störungen können 
•lurch die Gegenwart von Seifen in den Auszügen verursacht 
werden. Es entstehen bei der Ausfüllung mit Ghlorcalcium 
und Essigsäure häufig Trübungen, die von der Gegenwarl von 
Fettsäuren abhüngen. Die* mikroskopische Untersuchung schützt
        

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