Bauhaus-Universität Weimar

einer andern Form gebunden ist. Feber die verschiedenen 
Bindungsweisen des Schwefels im Kiweiss sind wir besonders 
durch die Arbeiten von Krüger und von Schulz aufgeklärt 
worden. Auf Grund dieser Arbeiten erklärt es sich, dass 
Fuget den im Conehiqlin der Perlmuschel schwer abspalt¬ 
baren Schwele! übersehen haben kann, da er den Nachweis 
dadurch versucht hat, dass er das in Alkali gelöste Conchiolin 
mit (‘iner alkalischen Bleilösung versetzte. Dabei trat keine 
Schwüizung auf. In der That gibt das von mir zur Elementar¬ 
analyse verwendete Pinnaconchiolin keine Schwärzung beim 
Kochen mit einer alkalischen Bleilösung. 
Wenn ich auch für die Richtigkeit dieser Beobachtungen 
einsiehe, so kann ich mich doch schwer entschliessen, definitiv 
die Zugehörigkeit des Schwefels zum Molekül dels Conchiolins 
anzunehmen, da ich immer noch besorge, dass ich irgend 
einen Punkt nicht berücksichtigt haben könnte, aus dem die 
Anwesenheit des Schwefels sich durch einen nicht zum Con¬ 
chiolin gehörigen Stoff erklären würde. 
Anhangsweise möchte ich noch einige Angaben über die 
ausser dein Conchiolin in den Schaalen enthaltenen Substanzen 
machen. 
Bei der Entkalkung mit Salzsäure tritt ein ziemlich 
starkes Schäumen der Entkalkungsflüssigkeit auf, welches ver- 
muthlich auf der Anwesenheit gelöster organischer Produkte 
beruht. Diesem Körper bin ich nicht weiter nachgegangen. 
Die entkalkte Grundsubstanz enthält bei Mvtilus einen 
schwärzen, bei Pinna einen rothen Farbstoff. Beide sind völlig 
verschieden von einander. 
1. Der Farbstoff aus den rothen Pinnaschaalen. 
Aus den zerkleinerten, nicht entkalkten Schaalen lässt sich 
mit Alkohol kein Farbstoff ex trahi ren. Auch wenn der Alkohol 
mit Salzsäure versetzt ist, ändert dies nichts. 
Aus den mit Säure entkalkten Schaalen dagegen lässt sich 
der gelhrothe Farbstoff mit Alkohol sowohl wie mit Aether
        

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