Bauhaus-Universität Weimar

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lache Weise. Die Menge'Stickstoff, die man erhält, wird bei 
verdünnten Lösungen zu niedrig, hei sehr concentrirton zu 
hoch nusfallen, da man in dem einen Falle nicht alle Basen 
ausfällt, im andern ausser den Basen wahrscheinlich auch 
noch Amidosäuren mit ausfallen können. Diese lassen sich 
freilich, wenn auch schwierig, aus dein Niederschlage durch 
Auswaschen entfernen. Absolut genommen sind daher meine 
Zahlen, wie schon aus einer Bemerkung in meiner früheren 
Arbeit hervorgeht1 ), zu niedrig, während Hausmann V um 
die obere Grenze sich bewegen und annähernd den absoluten 
'Werthen entsprechen mögen Wenn ich unter diesen Voraus¬ 
setzungen die von mir angegebene Zahl von 8,iifP/o Basen- 
Stickstoff für das Finnaconchiolin in Vergleich mit den von 
Hausmann 1 iiCasein, Serumglobulin etc. angegebenen 
Zahlen setzen will, so muss ich für eine Abschätzung die 
Zahlen beider für die Gelatine heranziehen. Danach ergibt 
sich, dass das Conchiolin wahrscheinlich etwas mehr Diamjno¬ 
stickstoll enthält als das Casein und weniger als das Fier¬ 
albumin. 
Zu dieser Bestimmung ist nicht das mit Alkali und durch 
Verdauung gereinigte, sondern das nach der Kntkälkimg und 
dem Auswaschen nur mit Alkohol und Aether behandelte rothe: 
Finnaconchiolin verwendet worden. 
Ich habe schon vor meiner früheren Publication eine 
Bestimmung des als Ammoniak abspaltbaren Stickstoffs ge¬ 
macht, welche ich damals nicht mit angegeben habe, da ich 
sie noch auf andere Substanzen ausdehnen wollte. Meine Be¬ 
stimmungen lassen auf diesem Gebiete einen-direkten Vergleich 
mit denen Hausmann s zu, wie aus den für die Gelatine ge¬ 
fundenen Werthen hervorgeht. Nach Hausmann enthält Ge¬ 
latine 1,01* 0 Amidstickstoff, nach meinen Bestimmungen 1,70°;», 
V\ erthe, welche kaum ausserhalb der möglichen Analysenfehler 
liegen. 
Da ich voraussichtlich keine Gelegenheit haben werde, 
meine Erfahrungen auf diesem Gebiete zu erweitern; so stelle 
1) Diese Zeitschrift. Bd. XXVI, S. 539. 
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