Bauhaus-Universität Weimar

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I)i(‘ erstell Fractionen dagegen zeigten hier und da auch 
undellörmige Krystalle, in der Hauptsache aber keine ausge¬ 
sprochene Krysfallform. Hier war also noch ein Gemisch vor¬ 
handen. Ich reinigte es jetzt nicht mehr durch Umkrvsiallisiren. 
sondern dadurch, dass ich die einzelnen Krystallfractionen ab- 
liltriite und mil wenig \\ asser auskochte. Das Lösliche wurde 
stets vereinigt und ebenso das Unlösliche. Aus den gelösten 
Anlhoilen wurden «lurch Auskrystallisiren noch wieder unlös- 
licli(‘ gewonnen und das ganze Verfahren noch einigeniah* 
v\ iedcrholt. So erhielt ich ziemlich rasch ein fast ganz unlös¬ 
liches Kupfersalz. Es wurde mit Schwefelwasserstolf zersetzt, 
wobei : sich das Schwefelkupfer erst nach wiederholtem Ein- 
dmnpfcu und neuem Zusatz von Wasser vollständig ausschied. 
Aus der abfillrirten eingedampften Flüssigkeit krystallisirten 
gio.vse vieizackige Rlnttehen, welche in Drusen angeordnet 
waren. Die Krystalle waren in heissem Alkohol löslich und 
krystallisirten daraus beim Erkalten in schönen sechsseitigen 
I äfelcben, d<*r Krystallform des reinen Leucins. Der Körper 
sublimirtc beim Erhitzen im Reagensglase ohne Rest. Jm 
Schmelzröhrchen verschevattden sie bei langsamem Erhitzen 
ebenfalls allmählich bis auf einen geringen braunen Rückstand, 
bei schnellem Erhitzen trat bei 170—171° Zersetzung und 
dann ebenfalls rasches Verschwinden ein. Der Stickstoffgehalt 
des Präparates wurde nach Kjeldahl bestimmt. 
(11-2 g Substanz (‘nlsjtra<-h(‘n /.U2 corn, einer 1* Xormaltaugc. 
Von (1er 1 enn. a.gf tö mg N entsprÀclï. 
Leucin f Amidoenpronsäure ° ' X böreehnct % X gefunden 
,;j lauo km» :■ 
^as Re tie in ist schon von Krukenberg unter den 
Zersetzungsprodukten des Lonchiolins aufgefunden, jedoch nicht 
hinreichend sicher gekennzeichnet worden. 
Die erhabene Menge betrug rein nur einige Deeigramm. 
auch die des unreinen Leucins war nur gering. 
Wir wenden uns nun zu dem Kupfersalz der letzten 
Fractioneiy welches die erwähnten langen Nadeln bildete. Das 
Kupfersalz wurde mit Schwefelwasserstoff zersetzt. Hierbei 
schied sich das Schwefelkupfer im Gegensatz zu den ersten
        

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