Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Galaktosamin, ein neuer Amidozucker, als Spaltungsprodukt des Glykoproteids der Eiweissdrüse des Frosches
Person:
Schulz, Fr. N. Fritz Ditthorn
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17408/13/
stiekstofT an dem Eiweisscomplexe unhafteh und dieser Stick- 
AiA\ müsste zugleich ein integrirender Bestandtheil des Kiweiss- 
moleküls sein. Aul andere Weise liesse es sieh dann nicht 
• ikläien, dass der Stiokstolfgehalt des Glykoproteids den des 
1lalaktosainins nur unwesentlich überragt. Eine andere, noch 
zu prüfende Möglichkeit wäre die, dass das Glykoproteid in 
Kiweiss, Galaktosamin und einen anderen, vorläufig unbe¬ 
kannten, stickstofffreien oder -armen Complex zerfiele. Der 
i instand, dass das Glykoproteid anscheinend reichliche Mengen 
Niicleinsäure liefert, ist für diese Ueberlegung ohne Bedeutung, 
ft/o Ni mit Glykosamin 
/,X° <> Xi darstellte (ohne dass der Stickstoff des Glykosamins 
am Aufbau des Eiweissmoleküls betheiligt ist i, sich 60 Theile 
Mykosamin mit 40 Theilen Kiweiss vereinigt haben müssen. 
Kr. Müller fand jedoch nur bis zu 36,9*/o' Zucker im Mucin 
mis dem Iteductionsvermögen berechnet ) G. per Kohlenstoff 
-« halt musste (für Kiweiss 54° o C angenommen. in einer 
Verbindung von 60 Theilen Glykosamin mit 40 Theilen Kiweiss 
‘•’dl ' " C betragen, während das Oronchialmucin 48,26 °/o C 
enthält. Das gefundene Reductionsvermngen, C- und N-Gehalt 
dehen jedoch im besten Einklang, wenn man annimmt, dass 
der N des Glykosamins zugleich an der Constitution der 
Kiweisscomponente betheiligt ist. 
Wdr haben unsere Untersuchung auch auf das Glyko¬ 
proteid der Eiweissdriise der Schnecke ausgedehnt und hoffen 
mich hierüber bald Mittheilung machen zu können. 
Jena, 28. März 1900. 
0 Ein maximaler Werth. 
- Marburger Sitzungsberichte. IsUb. S. B3. 
Hfppe-Seyier's Zeitschrift f. phy.-iol. Chemie, XXIX. 
2b
        

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