Bauhaus-Universität Weimar

Aus dem Filtrate von der Kupferacetatfällimg konnten 
weitere INationen der Substanz, welche die Cysteinreactionen 
gab, durch Zusatz von Quecksilberchlorid und von Merkuri- 
aoctat, unter Abstumpfung' der sauren Reaction durch Natron- 
lange, gelallt werden. Nach Zersetzen der Niederschläge durch 
Schwefelwasserstoff und Eindampfen wurden auch hier Cystein¬ 
reactionen erhalten. Nach der Oxydation konnte Cystin (lar- 
gestellt werden und wurde durch Abspaltbarkeit von Schwefel 
und durch die Analyse identificirt. 
Hei der Ausfüllung der Quecksilberverbindungen schien 
eine reichlichere Menge anderer Substanzen ausgefällt zu werden, 
als es bei der Fällung mit Kupferacetat der Fall war. Durch 
Ausfällen der Quecksilberverbindungen konnte ich die blei- 
schwürzeude Substanz fast vollständig aus der Lösung ent¬ 
fernen, so dass nach Entfernung des Quecksilbers durch 
Schwefel wasserst otf und Einköchen im Vacuum kaum eine 
Bildung von Schwefelblei beim Erhitzen mit Bleiacetat und 
roulauge beobachtet w 
Ich (heile im Folgenden die Analyse der nach Oxydation 
dargestellfen Cystinpräparate mit : • 
Prä p a r a t X. aus der Kupferacetat fällung dargestellt. Es bestand 
aus sehr kleinen Stäbchen, von demselben Aussehen wie Präparat VI. 
Die Seliwefelbestiinmung in 0,1041 g der Substanz gab 0.8187 g 
Baryumsulfat. was 2(U>70 « Schwefel entspricht. 
Die Stickstoffbestimmung nach Kjeldahl-Wilfarth zeigte für 
0.1814 g Substanz einen Verbrauch von 15,1 ccm. Zehntelnormalsäure, 
was 11.00° » Stickstoff entspricht. 
Präparat XI, aus der Kupferacetatfällung, Es bildete kleine, 
zugespitzte Blättchen, welche hauptsächlich frei lagen. 
; Die Schwefelhestiimnung in 0,0907 g gab 0.1701 g Raryumsulfat. 
was ‘2U.0U0 .* Schwefel entspricht, r , 
Präparat XII, aus dem Filtrate von der Kupferacetatfällung des 
vorigen Präparates, (lurch Fällen mit Quecksilberchlorid und mit Merkuri¬ 
acetat und Bearbeitung dieser Niederschläge dargestellt; die Oxydation 
wurde mit Eisenchlorid bewerkstelligt. Es bestand theils aus gut aus- 
gebildeten sechsseitigen Täfelchen und theils aus Nadeln! Manchmal 
waren Krystalle beider Formen vereinigt, als ob eine Nadel durch die 
Mitte eines sechsseitigen Täfelchens gestochen wäre. Ausserdem kamen 
Kugeln mit undeutlich krystallinisehem Bau vor.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.