Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den blutdruckerregenden Bestandtheil der Nebenniere, das Epinephrin
Person:
Abel, John J.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17359/9/
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wurde nach dem Waschen wieder in warmer verdünnter 
Schwefelsäure von 2°/o gelöst und hierauf durch Zusatz von 
Natriumpikrat das Pikrat der Base ausgefällt. So erhalten, bildet 
es eine gelbliche oder bräunliche, harzige Masse. Aus sehr 
verdünnten Lösungen erhalten, zeigt es eine Tendenz, sich in 
Büscheln prismatischer Krystalle auszuscheiden. Nach Waschen 
mit kaltem Wasser, worin es nur wenig löslich ist, wird es 
bei 50° G. getrocknet, in Essigäther gelöst (worin es leicht 
löslich ist) und aus der Lösung durch das 5 — 6 fache Volumen 
Aethyläther ausgefällt. Das Produkt bildet so ein gelbes, 
sandiges Pulver, das aus minutiösen Sphärokrystallen besteht. 
Wenn Aether nur bis zum Eintritt einer Trübung zugesetzt 
wird, so scheiden sich allmählich an der Wandung der Gefässe 
sphärische Aggregate wenig gut ausgebildeter Krystalle ah, 
welche die Grösse eines Stecknadelkopfes besitzen und durch 
leichten Druck in fächerförmige Fragmente mit radiären Streifen 
zerfallen. Das Salz ist leicht löslich in Alkohol, Essigäther, 
Chloroform, Methylal, Acetal und Amylenhydrat, unlöslich oder 
nur sehr wenig löslich in Aethyläther, Ligroin und Benzol. 
Die Versuche, durch Umkrystallisiren aus Wasser zu 
besser ausgebildeten Krystallen zu gelangen, schlugen fehl : das 
Produkt war theils amorph, theils in minutiösen Sphärokrystallen 
wieder ausgefallen. Auf Platinblech erhitzt, verpufft es und 
brennt mit röthlicher russender Flamme. Mit feingepulvertem 
Kupferoxyd gemischt, brennt es ruhig ab. Nach wiederholter 
Fällung aus Essigäther stellt es ein hellgelbes Pulver dar, 
welches zu folgenden Analysen diente: 0,0492 g hinterliessen 
im Platintiegel keine Spur von Asche. 
Bei der Elementaranalyse wurde ein ziemlich langes 
Kupferschiffchen verwendet und das Pikrat kalt mit dem Kupfer¬ 
oxyd gemischt (wegen seiner leichten Zersetzlichkeit), worauf 
wahrscheinlich der etwas zu hohe Wasserstoffgehalt zurück¬ 
zuführen ist. Die Analysen gaben folgende Besultate : 
0,1806 g Substanz bei 110° C. getrocknet gab 0,3496 g C02 und 
0,0655 g H20. 
0,2926 g Substanz ebenfalls bei 110° C. getrocknet gab 27 ccm. 
N bei 20,5° C. und unter einem Barometerdruck von 760,2 mm. 
gemessen.
        

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