Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss der peptischen Spaltungsprodukte des Fibrins. I. Theil
Person:
Pick, Ernst P.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17353/45/
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bildeten Hippursäure mit Benzaldehyd sich gründendes Ver¬ 
fahren ausgearbeitet hat, vermochte in der That mit demselben 
unter den Spaltungsprodukten von mir dargestellter reiner 
Heteroalbumose reichlich Glycocoll nachzuweisen.*) 
2. Protoalbumose. 
1 g des Präparats B wird in gleicher Weise wie die 
Heteroalbumose zersetzt; die erhaltene dunkelgefärbte Lösung 
wird mit Wasser entsprechend verdünnt und mit Phosphor¬ 
wolframsäure gefallt: auch hier wird der Niederschlag nicht 
weiter verarbeitet. In das Filtrat wird Barythydrat bis zur 
bleibend alkalischen Reaction eingetragen, dabei die Phosphor- 
wolframsäureabscheidung durch längeres Erwärmen auf dem 
Wasserbade beschleunigt und in der filtrirten Lösung der Baryt 
mit Schwefelsäure genau ausgefallt. Nach Abscheidung des 
Baryumsulfats wird durch wiederholtes Einengen der Lösung 
auf dem Wasserbade ein grosser Theil der Salzsäure verjagt 
und der Rest durch Schütteln mtt Silberoxyd als Chlorsilber 
ausgefällt. Aus dem Filtrat wird das Silber mit Schwefel¬ 
wasserstoff entfernt, dieser in der filtrirten Lösung durch Ein¬ 
dampfen verjagt und der erhaltene Syrup mit ca. 60°/oigem, 
schwach ammoniakalischem Alkohol in 2 ziemlich gleich starke 
Fraetionen zerlegt. Der nicht in den Alkohol übergegangene 
Antheil stellt nach dem Eintrocknen eine weisse kreidige Masse 
dar, die nach zweimaligem Umkrystallisiren aus ammoniakalischem 
Alkohol ausschliesslich aus typischen Tyrosinkrystallen theils 
in Garbenform, theils in aggregirten dunklen Kugeln besteht; 
die Krystalle geben in ausgesprochenster Weise sowohl die 
Millon’sche, als auch die Piria’sche Reaction. Die verdünnt 
alkoholische Lösung zeigt nach dem freiwilligen Eindunsten 
unter dem Mikroskope beinahe ausschliesslich opake Kugel¬ 
aggregate: beim Umkrystallisiren aus ammoniakalischem Alkohol 
scheiden sich zunächst krystallinische Häute an der Flüssigkeits- 
i) Vergl. diese Zeitschr., Bd. XXVIII, S. 186.
        

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