Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss der peptischen Spaltungsprodukte des Fibrins. I. Theil
Person:
Pick, Ernst P.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17353/20/
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gewonnene Protoalbumose war noch salzhaltig, im Uebrigen aber ein 
reines, besonders auch von Heteroalbumose freies Produkt. Nichtsdesto¬ 
weniger liesS der etwas schleppende und zeitraubende Gang der Dar¬ 
stellung die Ermittelung eines bequemeren Verfahrens wünschenswerth 
erscheinen. 
Nach verschiedenen Versuchen stellte sich die nachfolgende 
Darstellungsweise als die beste heraus. Alle in der Folge an- 
gestellten Untersuchungen beziehen sich auf Produkte, welche 
nach diesem Verfahren gewonnen sind. 
Als Ausgangsmaterial diente Witte-Pepton, das sich für 
unsere Zwecke recht gut bewährt hatte. Eine möglichst con¬ 
centrate (ca. 40°/oige) Witte-Peptonlösung wurde in der Weise 
hergestellt, dass Pepton in kochendes Wasser unter Umrühren 
partienweise, eingetragen wurde, bis die Lösung nichts mehr 
aufnahm und beinahe Syrupeonsistenz besass. Die noch warme 
Flüssigkeit wurde mit dem doppelten Volumen 95°/oigen 
Alkohols versetzt und in der Kälte mindestens 5—6 Stunden, 
gewöhnlich über Nacht, stehen gelassen. Es setzte sich dann 
ein massenhafter, teigiger, am Boden festsitzender Niederschlag 
ab, von dem die darüber befindliche, schön gelb gefärbte 
alkoholische Lösung gut abgegossen werden konnte. Der Nieder¬ 
schlag enthielt an 70°/o des Ausgangsmaterials, so dass un¬ 
gefähr 30°/o in den immerhin 75—80°/o starken Alkohol hinein¬ 
gingen. Die alkoholische Lösung wurde auf Protoalbumose, der 
Niederschlag auf Heteroalbumose verarbeitet. 
1. Darstellung der Heteroalbumose. 
Der gut abgepresste Niederschlag wird in lOL'oiger1) 
wässeriger Lösung mit verdünnter Schwefelsäure neutralisirt 
und mit dem gleichen Volumen gesättigter Ammonsulfat¬ 
lösung gefällt; die Albumose scheidet sich in Form eines festen 
Kuchens an der Flüssigkeitsoberfläche ab. Der letztere ab¬ 
gehoben, sorgfältig auf dem Thonteller von der Flüssigkeit 
befreit, wurde gelöst und aus ca. 10°/oiger neutraler Lösung, 
i) Eine concentrirtere Lösung zu verwenden, empfiehlt sich nicht, 
wenn eine Verunreinigung durch mitgerissene Theile anderer Albu- 
mosen sicher vermieden werden soll.
        

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