Bauhaus-Universität Weimar

und ein bedeutendes Quantum Harn gefunden. Der iistnudliehe 
llai'ii war also nicht zu untersuchen. Den folgenden Tag war 
'"Wohl Indican als Aetherschw-efelsäure in gesteigerte!1 M£n"e 
vorhanden. VÄljiv 
L nt er sämmt liehen lMittorungsversuchen. waren die Faeces 
bedeutend dunkler gefärbt als sonst, und war die Consistent 
Milch nicht vollständig so fest wie gewöhnlich. Deutlichen Indol- 
lurueh konnte ich nie constatiren. ’ * 
Das Indol scheint jedes Mal im Laufe von' 21 Stunden 
\ollstänrdig ausgeschieden zu sein. Schon am ersten Tage nach 
jeder Indolperiode wurden wieder normale Werthe sowohl, für 
Indigo als Aethorschwefelsäuron gefunden. • * •*' 
Der Harn zeigte sich in den lndolperioden von dunklerer 
l'iirlie, speciell kam dies nach einigen Stunden, zum Vorschein, 
und zwar nahm die Farbenintensilät gegen die Oberfläche zu. 
Mer Harn, welcher Nachmittags durch den Katheter cHUeert 
war, sowie der Theil, welcher im Laufe der, Nacht aus dein 
Käfig gesammelt war, zeigten am ersten Tage des ersten ludol- 
versuehes eine reichliche Abscheidung von freiem Indigoblau, 
welches ein kupferglänzendes Häutchen auf der Härndberüäche 
bildete. Eine so reichliche spontane Abspaltung von Indigo 
wurde nach den späteren Fütterungen nicht beobachtet; der 
Hain zeigte aber jedes Mal, wenn er Naelits über gestanden 
bath1, eine deutliche grüne Fhiorescenz, und bei den Schwefel- 
siiirebestimmungen wurde die alkalische Cblorbaryumföl.hmg 
deutlich blau gefärbt. . 
Der Harn zeigte unter diesen Umständen eine stark 
icducirende Wirkung auf Kupferoxyd in alkalischer Losung 
lin Glycuronsäure nachzuweisen, wurde keine, genaue Unter- 
Buchung gemacht. Die gefundene Menge Àethersehwhlelsäure 
zeigt jedoch, dass ein Theil des gegebenen Indols als andere 
.Verbindungen ausgeschieden waren. Die aus dem gegebenen 
Indol berechnete Menge. Aetherschwefclsäure ist nämlich grösser 
als was in dem Harn nachgewiesen worden war.
        

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