Bauhaus-Universität Weimar

Mas«*, welche 13 his die Hüllte, ja auch noch mehr der Höhe 
des Flüssigkeitsvolumens einnimmt. sieh hei fortgesetzter V?r- 
dauuug nur sehr langsam löst und wohl kaum jemals vollständig 
verschwindet. Matt hat allen (irund. artzünebmen, dass in 
beiden Fällen sich zuerst Paranuelein aus dem Casein ah- 
■spalteK nur mit dem l nlerschied, dass imter jprünsti*r(‘h 1»«*- 
dingungen das Paranuelein sofort, ganz oder zum grössten 
I heil, der weiteren Verdauung anheimfällt und somit gar nicht 
oder nur zum kleinsten I heil in die Erscheinung tritt. 
Ks gibt nun aber noch ein primäres Stadium der Ver¬ 
dauung des (Daseins, welches, wie cs scheint, bisher ganz 
übersehen worden ist, ein Stadium, in welchem noch kein 
Paranuclein abgespa lien. das Casein aber nichts¬ 
destoweniger schon ineine A1 bumose iibergegangen 
i st, welche natürlich den ganzen Phosphorgehalt des Caseins 
in sich birgt. Dass dieses Stadium lusher übersehen worden 
ist, erklärt sich leicht dadurch, dass keine äusseren Kr-' 
s(dieinungeh auf eine Veränderung der Losung des Casein.» 
in der Pepsinsalzsäure hindeut(*n. Ich beobachtete die»«» 
Pi hnäre Verdauungsprodukt. zuerst, als ich bei Anwendung von 
Mischungen mit geringem Pepsingehalt die Verdauung de» 
Caseins durch sehr niedrige* Temperatur "verlangsamte. K» 
zeigte sich aber sehr bald, dass niedrige Temperatur durchan» 
nicht hierzu erforderlich ist. class vielmehr eine jede Lösung 
von Casein in Pepsinsalzsäure, mag der Pepsingehall 
gross oder gering sein, sowohl bei Zimmertemperatur als auch 
bei H ruf wärme 1 liese eigen! hümliche Veränd(*rung zeigt, welche 
der Abspaltung des Paranucleins vorausgeht, nur mit dem 
I nlerschied, class d(*r Process mit verschiedener Schnelligkeit 
.verläuft, niai zwar run so schneller, je günstiger die I!<- 
dingungen der Verdauung sind. Ist der Pepsingehalt erheblich, 
so können bei Körpertemperatur "sehetu D*>. ja selbst 10 Minuten 
genügen, uni das Casein vollständig zum Verschwinden zu 
bringen. Mil anderen Worten: der Abspaltung des Paranuclcm» 
geht in allen fällen die Imwandlung des Caseins in eim‘ 
Albumose voraus. Das Paranuelein spaltet sich nicht aie d m 
asein. sondern aus der Albuiiiose ab. Es ist natürlich einiger-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.