Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Einwirkung des Schwefelwasserstoffs und der Säuren auf den Blutfarbstoff
Person:
Harnack, Erich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17301/25/
nicht einmal beim lläiiiütin 1 > Halt macht, sondern auch dieses 
noch weiter in Verlandungen spaltet, die überhaupt kein 
eliarakteristisehes Absorptionsspektrum mehr ergeben. Solang* 
man aber 'noch den Streiten a sieht, ist das ein sicherer 
beweis, dass noch Sulfhämoglobin vorhanden ist. 
Diese Verhältnisse sind freilich zunächst nur für todtes 
IM nt festgestellt r und es fragt sich. wie weit sie auch für 
das Ichciolc IM nt gültig sind. Bei der ungeheuren Giftigkeit 
des IIS für die Nervenzellen warmblütiger Tliiere kann es sieh 
rin leitenden Blut dieser Tliiere um so grosse Mengen von 
II2S. wie sie dem fodten Blute künstlich zugeführt werden 
können, gar naht handeln, da der Tod der Tliiere früher 
eintrilt als eine hochgradige Blutzersetzung. Anders verhält 
sjcli der Kaltblüter. dessen Blut schon hei Lebzeiten durch 
H.,S schmutzig-hraunviolett verfärbt wird. Dennoch kann, wie 
die sorglälligen t’ntcrsuchungen von K. M ey;e r21 bewiesen 
haben, noch bei Lebzeiten der vergifteten Warmblüter die 
Anwesenheit von Sulfhämoglobin iresp. H2Si im Blute spectro- 
skopisch undchemiscli erwiesen werden. Nur wenn die Tliiere 
vor dem Tode wieder reine Luft geathmet haben, missglückt 
der Nachweis fast regelmässig. Für das lebende Blut liegt 
die Sache daher wahrscheinlich in folgender Weise : von dem 
aus der Inspirâti hier und da schwache 
spectji»skopische, Krscheinungen beobuchtet t vgl. Ma1 y’s Jahresbericht 
.für JKSà; ltd. 1ô. S. lf>i . — In besonders günstigen Fällen kann der 
Nachweis auch in menschlichem Leichenhlute glücken « vgl. Harnack, 
ärztl. Sachyerständ Zeitsehr. IKU7. S. . d. h. wenigstens der chemische.
        

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