Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Eiweissumsatz und die Bildungsweise des Asparagins und des Glutamins in den Pflanzen
Person:
Schulze, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17287/10/
Ciriiiiirl zu der Annahme, dass die Eiweisszeraetzung in dei 
! 'liaiiz<» in vm 
ragin und Amidosäuren der fetten Reihe vorhanden waren 
Darf inan nun annehmen, dass in solchen Fällen aus den 
aromatischen Atomgruppen der zerfallenen Kiweissstofle nieli! 
Tyrosin und Phenylalanin, sondern Asparagin, Leucin und Ami«D- 
valef iansäui'e entstanden sind? Eine solche Annahme würde 
in der Kuli stehen : denn es ist bis jetzt nicht nachgewivsen 
worden, dass die hydrolytische Zersetzung eines EiweissstoltV 
l, Dass in den Keimpflanzen nicht Asparaginsäure und Olutainiir 
säure auftreten. gibt zu einer solchen Annahme keinen genügenden Grüne 
denn es ist möglich, dass jene beiden Amidosäuren auch in den Keim¬ 
pflanzen als solche zum Vorschein kommen, später aber in Asparagih 
und Glutamin übergeben.' Man vgl. übrigens das auf Seite 122 Gesagt. 
/ -r Diese Schlussfolgerung gilt so lange, als inan die Zersetzung 
d»T Kiweissstofte durch Säuren und durch Trypsin als eine hydrolytisch 
Spaltung ansieht. Dass in manchen Keimpflanzen, so z. B. auch in den 
Keimpflanzen von Lupinus, proteolytische Enzyme nicht nachgewies. i 
werden konnten \Ne uine ist er. Zeitschi. f. Biologie, 1894, S. 417). kann 
nicht daran hindern, die obige Schlussfolgerung abzuleiten; denn man hai 
anzunehmen. dass das lebendige Protoplasma auch durch andere Mitt« ! 
hydrolytische Spaltungen hervorzubringen vermag i vgl. auch Landwirthx i 
.lahrbiicher, Bd. 27, S. 509. Anmerk. 1 und S. 518, Anmerk. 5h 
a. Vollständig hdden die betreffenden Produkte freilich viellcich 
in keiner Keimpflanze i worauf ich in meinen Abhandlungen wiedeiin r‘ 
aufmerksam gemacht habe), aber sie treten doch zweifellos zuweilen mo 
ru nnnimälen Quantitäten auf. An dieser Schlussfolgerung kann au*; 
der Finstand nichts ändern, dass die zur Ahscheidung der 'bezüglich*-h 
Substanzen verwendbaren Methoden nicht so vollkommen sind, wie man 
wünschen mochbh
        

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