Bauhaus-Universität Weimar

.1—2°/o Schwefel halber, ein Molekulargewicht von 2—3000, 
len Peptonen aber nach den bekannten Bestimmungen ein solches 
von d 500 zuschreiben muss, Eigent hiunlicher Weise worfle 
bei der in neuerer Zeit mehrfach besprochenen Eintheilunng der 
Kiweisskörper auf diese von mir aufgestellte Unterscheidung 
der Albumosen und Peptone mehrfach gar nicht Rücksicht 
genommen.1) . 
Im Verlaufe der Untersuchung habe ich noch .gefunden, 
•lass bei Einwirkung von Säuren auf Eiweiss die Umsetzung 
nicht in dem Sinne Albumin—Albumose—Pepton erfolgt, sondern 
die Bildung von Pepton aus dem Albumin eine direkte sein 
muss, da die Albumosen bei Einwirkung von Säuren zwar 
theilweise weiter gespalten werden, aber ohne merkbare Bildung 
von Pepton, 
ft?* Weiteren führte ich aus,2) dass die Ansicht wohl 
allgemein verbreitet istf die Bildung der. Albumosen und; Peptone, 
aus dem Eiweiss beruhe auf hydrolytischer Spaltung und anderer¬ 
seits könne aus diesen Körpern-durch-'Kondensation unter Wasser- 
austritt wieder Eiweiss regenerirt werden, In der Literatur 
lindet man als chemische Stütze dieser Ansicht mir eine Unter¬ 
suchung Henninger’s, der durch Einwirkung von Essigsäure¬ 
anhydrit auf Pepton eine Substanz erhielt, die er dem Syntonin 
nahestehend, also für regenerates Eiweiss hält. Den versehiedent- 
lich verölTentlichten Versuchen, wonach inan bei höherem Er- 
liitzfm von Pepton unter partieller Zersetzung unlösliche Körper 
erhält, die dem Syntonin nahestehen sollen, kann ich keine 
Beweiskraft zusprechen, da sie denn doch auf zu gewaltsamen 
Eingriffen beruhen. ^ r. 
Ich habe nun auf das Bestimmteste nachgewiesen, dass 
die Beobachtung Henninger s zwar richtig, der entstandene 
K<»rper aber mit regenerirtem Eiweiss oder Syntonin gar nichts 
m thun hat, sondern nichts Anderes als ein Acetvlprodukt der 
>. 3045 
') Ve,‘gl- diesbez. Wroblëwski. Per. d. deutsch, diem. ties. XXX, 
-t Monatshefte, XVII, S. 199.
        

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