Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Basen- undSäurencapacität des Blutes und der Eiweisskörper
Person:
Spiro, Karl Wilhelm Pemsel
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17277/20/
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der unter gleichen Bedingungen nicht wieder gefundenen Säure. 
Aut analoge Erscheinungen, die bei anderen Eiweisskörpern 
statthaben, soll weiter unten eingegangen werden. 
Dass die Differenz in den nach den verschiedenen Me- 
j thoden erhaltenen Werthen auf das vorhandene (durch Ammon¬ 
sulfat fällbare) Eiweiss zurückzuführen ist, haben wir zunächst 
, für das Blut dadurch zu erweisen gesucht, dass wir ein be- 
I sonders klares Serum (von freiwillig geronnenem Pferdeblut 
decantirt) einerseits direkt, andererseits nach Ausfällung der 
i Eiweisskörper titrirten. Bei der direkten Titration ergaben sich 
; Schwierigkeiten, indem die gelbe Färbung auch des verdünn- 
teren Serums den Farbenumschlag nur sehr schwer erkennen 
lässt. Bei einiger Uebung konnte jedoch bei Anwendung des 
• Förster’schen Lackmoidindicators der Neutralisationspunkt 
L genügend scharf erkannt werden. Die Unterschiede der in beiden 
Fällen gefundenen Zahlen sind so gross, dass sie nicht von 
Titrirfehlern abhängen können. Zudem gibt die im zweiten Fall 
I gefundene Zahl genau den Punkt an, bei dem im eiweisshaltigen 
Serum beim langsamen Zufügen der Säure die stärkste 
Trübung eintrat. 
Versuch XXV. 
A. 5 ccm. farblosen Pferdeblutserums wurden unter starker Ver¬ 
dünnung mit Wasser (200—250 ccm.) direkt mit dem Förster sehen 
Indicator titrirt. Dazu wurden im Mittel verbraucht: 3,76 ccm. Vio Säure B. 
10 ccm. desselben Serüms ebenso titrirt erforderten 7,90 ccm. */n> Säure B. 
Hieraus berechnet sich für 100 ccm. Serum eine Alkalescenz von 
318.3 mgr. NaOH. 
B. 10 ccm. desselben Serums wurden mit 150 ccm. gesättigter 
Ammonsulfatlösung gefällt und je 50 ccm. des Filtrates titrirt. Hierbei 
wurden für 50 ccm. (Mittel aus drei Doppelbestimmungen) 0,725 ccm. 
i/io Säure B verbraucht. Hieraus berechnet sich die Alkalescenz für 
100 ccm. Serum zu 95,74 mgr. NaOH. 
D. Zusammenfassende Bemerkungen. 
In den vorstehenden drei Kapiteln haben wir gezeigt, dass 
für die «Alkalescenz des Blutes» ganz verschiedene Werthe 
erhalten werden, je nachdem man Verfahren A, B oder G an- 
| wendet. Von diesen drei Verfahren gibt, wie schon erörtert, 
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