Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss der Fette im Säuglingsalter und der Fettleber bei Gastroenteritis
Person:
Thiemisch, Martin
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17275/6/
nach einem Verfahren Von Hopp e-Sey 1 or1 ) zurüekgewonnen 
werden. Ich habe, da es mir nur darauf ankam, die Zusammen¬ 
setzung des Fettsäurengemisches kennen zu lernen, darauf Ver¬ 
zicht geleistet. 
ftie mit Aether gewaschenen Seifen werden in reichlicher 
Menge kochenden destülirten Wassers gelöst, aus der Lösung 
die Fettsäuren durch l-ebersättigen mit verdünnter Schwefel¬ 
säure abgeschieden. 
hi Bezug auf die Darstellung der Leberfettsäuren ist noch 
Folgendes zu bemerken. Beim Verseilen der in reichlichen 
Mengen Aether mit gelbrot her bis rothbrauner Farbe klar ge¬ 
lösten Aetherauszüge mit überschüssigem, frisch bereitetem 
Natriumalkoholat schied sich ein Theil «1er Farbstolle als 
dunkelrothbraune Schmiere ab, welche sich auf dem Boden 
des Blases absetzte und später auch durch grosse Mengen öfter 
erneuten Aethers nicht mehr in Lösung zu bringen war. Ein 
anderer Theil des Farbstoffes aber haftete lest an den Seifen 
und liess sich durch Waschen mit Aether nicht entfernen, 
wahrend dies bei den sogenannten Lipochromen nach den 
Beobachtungen von K ü h n e2) und von M al y2) gelingt. Auch 
mu h Zerlegung der heissen Seifenlösung mit verdünnter Schwefel¬ 
säure blieb dieser Farbstoffrest grösst ent heils an den sich ab¬ 
scheidenden Fettsäuren haften. Je fettärmer die Leber war, 
desto intensiver waren die aus ihr gewonnenen Fettsäuren 
gefärbt, während bei hochgradiger Fettleber die Fettsäuren 
ebenso schwach gefärbt oder farblos Waren, wie diejenigen des 
rnterhautfettes. Die an der Oberfläche nach längerem Stehen 
klar abgesetzten Fettsäuren wurden zuerst im Becherglase, 
dann auf dem Filter gründlich mit heissem destülirten Wässer 
ausgewaschen, sarnmt Filter erst im Luftbad bei ca. 10.V 
einige Stunden lang und darauf 24—48 Stunden im Vacuum 
über Schwefelsäure getrocknet, schliesslich in Aether aufge¬ 
nommen und nach Verjagen des Aethers in einer, Schale ge- 
1) Hoppe-Seyler, Handbuch. H. Aufl., 1893 S. 404. 
2) Cit. nach Nenme ister, Lehrb. d. physiol. Chemie, Rd. I. 
m. s. <;9.
        

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