Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss der Fette im Säuglingsalter und der Fettleber bei Gastroenteritis
Person:
Thiemisch, Martin
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17275/16/
Die Uobereinstiinmimg beider Autoren ist deshalb, von 
Bedeutung, weil sie ihre Versuchshunde in sehr verseiliedener 
Weise gefüttçrt haben, Kosen leid mit grossen Fett menge», 
Ln minert mit möglichst fettfreier Nahrung. 
Eine flüchtige Durchsicht meiner Tabelle zeigt nun, dass 
auch hier die .lodzahlen für die Leberfettsäuren ausnahmslos 
)tidier liegen, als die der zugehörigen Enterhautfettsäuren. 
Wahrend aber Lu miner t die Erhöhung der .lodzahl nicht aut 
einen grösseren Gehalt an (teinture, sondern auf «lie Anwesenheit 
einer reichlichen Menge von Cholesterin; welches ebenfalls .lod 
zu binden im Stande ist, zu beziehen geneigt scheint., ist diese 
Erklärung in meinem Falle auszusohliessen, da die .lodzahlen 
nicht am Leberextract, sondern an «len von Cholesterin ii. s, w. 
sorgfältig befreiten Fettsäuren genommen sind. Oh in der That 
aber alles .lod an Oelsäure gebunden ist, oder ob noch andere 
jodbindende Fettsäuren vorhamlen siml, muss vorläufig «lahün- 
ovstellt bleiben: ein zwingender Grund für these Annahme liegt 
meines Erachtens nicht vor. Fnterscheiden wir, .wie dies ja 
im Plane der ganzen Arbeit liegt, zwischen Lebern mit normalem 
und solchen mit pathologisch vermehrtem 'Fettgehalte, so werden 
sich auch bei der Voraussetzung, dass idles .lod an Oelsäure 
gebunden ist, gewisse Gesetzmässigkeiten ergeben. • 
Für die Beurtheilung «les abnorm gesteigerten Fettreich- 
tliiims bin ich aut das makrosk»ipiselie Aussehen des Organes 
und den histologistdien Betund ^ angewiesen-, zwei, wie ich glaube, 
ausreichend genaue Massstälxv 
Was zunächst die Lebern «1er Neugeborenem nngelif. so 
bieten sie niemals das Bild einer Fetlleber dar. * Es bedurfte 
sogar stets sorgfältiger Vermeidung aller unnötbigen Verlust«* 
beim Arbeiten, um die für Parat lei bestiinmungCn naeh der 
Iliibf sehen Methode wünschenswert be Menge von 1,0O,ôgr. 
rbiner Fettsäuren zu gewinnen. Die .lodzahlen liegen bei sämmt- 
liclien Kindern höher als die «les 1 nterbaulhdtcs: das ist auch 
im Fall IV zu erkennen, «1er «li«* niedrigslen absoluten Zahlen 
aufweist. ; - ■ O : 
Normalen Fettgehalt bieten weiterhin, die Kinder Winkler, 
Strcnzke, Hillebrandt, Lux, Sonntag mal Müller dar. Bei ihnen
        

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