Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Spaltung von Polysacchariden durch verschiedene Hefenenzyme
Person:
Kalanthar, Anusch
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17267/13/
lieh sinkt (lif! ganze Kolonie in die Tiefe. Vergährt sehr 
schwach Traubenzucker und Traubenmost, wächst gut aut 
Ptlaumendococtgelatinc und Hierwürzegelatine. Traubenzucker 
schmeckt nach der Gährung mäzunsauer; Spaltet Rohrzucker 
'l'«f ... und Trehalose (25°/o). Gegen Lactose und Mallose 
und auch gegen o-Metliylglucosid wirkungslos, ebenso wie 
a-Mazunhefe. Nr. 496. (Isolirt von mir.) 
7. Kalunhefe. Riesenkolonien kräftig wachsend, dabei 
locker, schwammig, etwas cremefarben. Gelatine nicht ver- 
Ihissigend. Ilvdrolvsirende Wirkung noch nicht geprüft. Nr. 498. 
,8. /f-Mazunhefe. Flache, einfache Kolonien, mit matter, 
brnunliekgrnuer Oberfläche. Im Impfstich in Molkengelatine 
Zerklüftung der Gelatine. Rölldiche Färbung an der Rerührungs- 
slelle mit der Kult. Vergährt Most sehr schwach, spaltet Rohr¬ 
zucker und 1 reimlose. Nach der Gährung milchsauer schmeckend. 
Nr. MH). (Isolirt von mir.) 
, 9. Khcnso wie Nr. 499. Vergährt Molken, welche nach 
der Gährung wie Mazün-Buttermileh schmecken. Spaltung noch 
nicht genau untersucht. Nr. 000. (Isolirt von Lindner.) 
ln Molkengelatine-Stichkulturen (nach Lindner) bilden seit¬ 
lich ausstrahlende Stiche Nr. 479, 498, 495 ; 480 sendet beim 
Stich vereinzelt horizontale, lächerförmige Blätter in die Ge¬ 
latine. 181 und 497 geben schwache, einfache Stichkulturcn, 
499 und 500 unter der Oberfläche plirsichhlüthrothe Färbung 
der Gelatine. 
- - ' . ► 
Mir scheint, daw* a (495), ß (49t)), die grünliche Hefe 
i m), ferner Nr, 500 und Anomalie ( i NO j specifisehe Bestand- 
Iheih* des Muzuns sind, weil der sauere Geschmack und das 
Armna an Mazun erinnert. Es ist wahrscheinlich, dass die 
Gactose durc h die Schizomyceten und die säurebildenden Hefen 
gespalten wird, und dass dann diese, an ein saures Substrat 
gewöhnte1 liefen die Alknholgührnng verursachen 
Die Brennerei press he len sind untereinander ziem¬ 
lich ähnlich und alle obergiihrig. Näheres findet man in dm* 
Littéral mV1) 
1 G Li n «i ner, Mikroskopische Betriebskontrole.
        

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