Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bildung von Ornithin bei der Spaltung des Arginins und über die Constitution dieser beiden Basen
Person:
Schulze, E. E. Winterstein
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17262/2/
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- -eine That sache, welche es als möglich erscheinen lässt, 
«lass jene Base ein Derivat des Guanidins ist. Um in der 
Erforschung der Constitution des Arginins weiter zu kommen 
mussten wir Aufschluss über die Produkte zO gewinnen suchen, 
welche bei 'der Spaltung ‘dieser Base durch Barytwasser neben 
Harnstoff entstehen. Es gelang uns, aus diesen Produkten eine 
.stickstoffhaltige Base zu isolirén, welche für identisch mit dem 
von. M. .Jaffé1) entdeckten Ornithin ■— C;iH12N?02 erklärt 
werden kann. Eine kurze Mitteilung über diesen Befund haben 
wir in den Berichten. der deutschen Chemischen Gesellschaft2 
'gemacht: im folgenden beschreiben wir unsere inzwischen noch 
erweiterten Versuche ausführlicher und knüpfen an die Ergeb¬ 
nisse derselben einige Bemerkungen über die Constitution de.' 
Ornithins und des Arginins. 
Darstellung von Ornithin aus Arginin. 
E, Schulze und A. Likiernik extrahirten den bei.der 
Zersetzung des Arginins entstandenen Harnstoff durch heissen 
W eingeist aus dein Syrup, welcher erhalten wurde, als sie die 
beim-Kochen des Arginins mit Barvtwasser entstandene Lösun" 
durch Einleiten von Kohlensäure vom Baryt befreiten und so¬ 
dann im W'asserbade eindunsteten. Nach dem Abgiessen des 
alkoholischen harnstoffhaltigen Extrades hinterblieb eine stark 
alkalisch reagi rende Masse. Diese noch in unseren Händen 
befindliche Masse, welche sich sehr leicht in Wasser löste; 
bildete das Material für unseren ersten Versuch. In der Hoff¬ 
nung, eine in derselben sich vorfindende Base als Benzoyl- 
verbindung isoliren zu können, wendeten wir auf sie das 
Bätimarin sehe Verfahren an, d. h. wir machten die wässerige* 
Losung jener Substanz mit Natronlauge alkalisch und setzten 
dann unter Umschütteln Benzoylchlorid in kleinen Portionen 
hinzu. Als der Flüssigkeit später Salzsäure zugefügt wurde, 
entstand eine starke milchige Trübung, welche sich bald in 
eine pflasterartige, am Boden und an den Wänden des Gefässes 
L Berichte der 0. Ctiem. Gesellschaft, Bd. 10, S. 1925 u. Bd. 11. S. 406. 
-) Bd. 30. S. 2879. 
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