Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Physiologie des Menschen für Vorlesungen. Erster Band, dritte verbesserte Auflage
Person:
Müller, Johannes
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17251/338/
5, Chemischer Process des Athmens. 
333 
gases und Stickgases variirte von 7—S C. Z. Die Resultate der 
Versuche von Prof. Bergemann habe ich in einer Tabelle mit den 
meinigen zusemmengestellt. Unter den von mir angestellten Ver¬ 
suchen habe ich die Versuche A. F. G. H., weil sie nicht ganz 
fehlerfrei sind, liier nicht mit angeführt. 
Beobachter 
Gasart 
Nummer 
des 
Versuchs 
Dauer 
des 
Versuchs 
Menge der 
gebildeten 
Kohlensäure 
Mueller 
Stiekgas 
A 
0 St. 
0,25 G. Z. 
Bergemann 
» 
A 
14 
0,75 
)) 
)) 
R 
12 
0,5 
M. u. R. 
Wasserstoffgas 
R 
22 
0,5 
Mueller 
)) 
G 
o'- 
0,83 
» 
)> 
D 
6 
0,33 
» 
» 
E 
8 
0,4 
Bergemann 
» 
A 
10 
0,55 
» 
)> 
R 
12 
0,8 
» 
» 
C 
13 
0,7 
» 
» 
D 
.14 
0,5 
Gegen diese Versuche konnte man immer noch den Einwurf 
machen, dass die Frösche in ihren Lungen einen Theil atmosphä¬ 
rischer Luft in den Versuch mitgebracht, und dass auch ihr 
Darmkanal Kohlensäuregas enthalten konnte.. Ich habe daher die 
Versuche so wiederholt, dass ich die Frösche zuerst dem luftlee¬ 
ren Raum aussetzte und diesen mit gereinigtem Wasserstoffgas 
anfüllte. In einem Versuche wurde auch dieses Wasserstotfgas 
wiederholt ausgepumpt, um den letzten Antheil atmosph. Luft aus 
dem Raume zu bringen. Auch überzeugte man sich durch eine 
Probe, dass das Wasserstotfgas nach Absorption des Wasserdampfes 
von salzsaurem Kalk durch Kali caust. nicht vermindert wurde. 
Die Frösche wurden 3 Stunden in dem Wasserstoifgas gelassen, 
sie waren schon viel früher scheintodt. Dann wurden die Frösche 
herausgenommen, und alles Wasser aus dem Gase entfernt, da¬ 
durch, dass ein Röhrchen mit salzsaurem Kalk wiederholt inner¬ 
halb eines ganzen Tages in den Raum gebracht wurde, bis der 
Salzsure Kalk darin trocken blieb. Erst dann wurde das Gas 
auf Kohlensäure mit Kali caust. geprüft. In beiden der ange¬ 
stellten Versuche zeigte sich die gewöhnliche Aushauchung von 
Kohlensäure, welche im ersten Versuche 0,3, im zweiten 0,37 
Cubikzoll betrug. 
Die Menge Kohlensäure, welche ein Frosch in 6—12 Stun¬ 
den in sauerstofffreien Gasarten bildet, kann man ohne Irrthum 
also auf A C. Z. anschlag en. Da die Lungen und Kehle des 
brosehes irn Durchschnitt nur C. Z. enthalten, die Luft 
derselben bei jedem Versuche zugleich vorher ausgedrückt war, 
und wenn auch etwas atmosphärische Luft und Kohlensäure zu-
        

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