Bauhaus-Universität Weimar

Ueber das Hämochromogen. 
: * Von 
Dr. Richard von Zcynek. 
Mit drei Abbildungen. 
< A us d(-m itbysiologfsch’OhemiHcheii Institute zu Tübingen.) 
(1 >er Redaction zugegangen am 12. Juli 1$D3.) 
Während das eisenhaltige Spaltungsprodukt des O.w- 
hämoglobins, das Hämatin, das sieh aus jenem grossen Mole¬ 
küle, unter dem Einllusse von Säuren und Alkalien bildet, vei- 
hältnissinässig leicht zu isoliren und in fester Form zu gewinnen 
ist, lässt sieh dasselbe noch nicht von dem analogen Spalt mi^- 
produkte des Hämoglobins, das sein Entdecker Hoppe-Soy toi 
Humoehpomogen genannt hat, sagen. 
Hoppe-Sey 1 er1) hat Wohl das Spectrum des in alkalisch» r 
Lösung befindlichen llämoehromogens, seine grosse Veränder¬ 
lichkeit, namentlich seine auflallende Neigung, sieh zu oxydiicn 
und in saur(T Lösung unter Abgabe von Eisen in Hamate- 
porphyrin überzugehen, genau beschrieben, desgleichen me- 
fiilirlieh einige Bedingungen, unter denen es entsteht. So >/\\' 
er z. R. an, dass man zui* Darstellung des Hämoehrom»gcic 
entweder vom Hämoglobin ausgehen könne, da dieses heim 
Erhitzen mit Kalilauge im zugeschmolzenen Rohre allerd im- 
Hämochromogen liefert, oder aber vom 'bereits, fertigen Hämatin, 
als dessen Reduetionsprodukt das Hämochromogen zu )>»•- 
trachten ist. 
Die Isolirung dos fraglichen Farbstoffs ist ihm indc^eh 
gerade wegen dessen erstaunlicher Empfindlichkeit gegeniiho 
dem Sauerstoff und gegenüber Säuren niemals gelungen. 
Sollte eine Reindarstellung des Körpers überhaupt mögli« k 
Werden, so sc hien es am zweckmässigsten, vom nächsten Vt- 
!) Hoppe-Seyler. Handbuch der physiologisch- und patlioh'. >■ 
chemischen Analyse. (». Aufl., Berlin 18113, 21t; ferner diese ZeiW hi 
XIII. S. 477. -t:
        

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