Volltext: Beiträge zur Kenntniss der Gallensäuren (25)

m 
lieber Cholsaure, ' 
Für die Darstellung der Cholsaure aus der Glycddiolsäurc 
u urdo im Wesentlichen das hier schon früher von Hartmannl) 
(T|»mhl(‘ und empfohlene Verfahren befolgt. Danach werden 
> 50 ff**- Glvcocholsäure zuerst 16 Stunden lang mit 200 gig 
Aelzbaryt in 6 Liter Wasser gekocht, hierauf <jie Flüssigkeit 
hei.-s fillrirt, noch etwas mit heisseih Wasser verdünnt *und 
hoch heiss allmählich Voit verdünnter Essigsäure vCrsetzE 
Dabei scheidet sich leicht ein Theil der Cholsaure imamorphem 
Zustande aus; nach rascher Beseitigung dieses Anthcils tritt 
ahei* (‘ine reichliche Bildung feiner prismatischer Kryslalle 
auf imd in dieser Form fällt die Säure bald so vollständig aus, 
dass auch Zusatz von Salzsäure zum Filtrate Leinen weiteren 
Niederschlag mehr hervorbringt. Die aufs Filter ^gebrachte 
Kiyslallmasse wird erst zuletzt mit reinem Wasser, Anfangs 
dagegen mit solchem ausgewaschen, das noch etwas Essigsäure 
enthält, und zwar deshalb, weil sonst ein Beil der Cfiolsäure 
h< h im zurückgehaltenen Baryumaeetat wieder löst, was leicht 
am trüben Aussehen des Filtrats erkannt wird. 
Der Essigsäure, anstatt der sonst üblichen; Salzsäure, bediente- 
1'h l,,1(;h zum Ausfällen deshalb, um für den Fall, dass man die Cl.ol- 
s,ul,'° aus al)solutcm Alkohol umkrystallisircn wollte, nicht Gefahr za 
wegen etwa zurückgehaltener Spuren von Salzsäure Beimengungen 
y1 Lholsäurcester zu erhalten, eine Gefahr, die bei Anwendung von 
Essigsäure ausgeschlossen ist. J 
Nach dem Auswaschen mit Wasser und nach tlefti Trocknen 
au der Luft bildet das Präparat lockere Massen, bestehend 
im prismatischen Krystallen mil 1 Molekül Krystallwasser, 
'lie, m absoluten Alkohol gebracht, sofort ausemanderfallen, 
am sich alsbald in einen Krystallliaufen winziger Tetraeder 
I.Uiolsüure mit 1 Molekül Krystallalkohol) zu verwandeln. Ks 
'huf diese Reaction als ein Zeichen für die Reinheit des Prii- 
paials gelten. Der Schmelzpunkt liegt, wie. schon Strecker 
bemerkt, bei der krystallwasserhaltigcn Säure etwas, niedriger, 
als hei derjenigen, die mit Alkohol krvstallisirt. '• ’ 
V 
b Kolbe's Journal 19. S. 307 ft'.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.