Bauhaus-Universität Weimar

Aus dieser I|i ist das Färbungsvermögen (nach den 
von inir oben erörterten Frineipiem des von mir isolirlcn 
Niulcnproleids. gegenüber den verschiedenen Farbstoffen und 
gegenüber \\ assw- und Alkohol als Lösungsmittel, ersieh (lieh, 
Diese verschiedenen ( irade des Färbt mgs Vermögens, welche 
mit der chemischen (constitution des Körpers im Zusammen¬ 
hang scheinen und z. I». denjenigen der Löslichkeit ; in ver¬ 
schiedenen Menstruen analog sind, können dazu dienen, die 
untersuchte Substanz zu eharakterisiren und besser zu be¬ 
stimmen. 
Diese das Färbungsvermögen ties von mir isolirten Nueleo- 
proteids betreuenden Figenschalten kann man wie folgt zu- 
sammentässen : 
1. her Körper besitzt für die basischen FarbstotI« 
des 1» osa ni lins, Tür das alkohollösliche Kosi n 
• Kaliumsalz des Methyläthers des Tetrabromtluo- 
resceinsi liir die Thiazine (‘ine weit grössere 
Affinität als diejenige, welche zwischen den genannten 
Substanzen und (hau Wasser besteht: 
2. er besitzt liir die Tetrazolarbstoffe (Gruppe de- 
r.ongoroths). liir die Sa I ra ni ne ( basische Derivate 
der Azine), liir t.tivs. ivy a s s e r 1 ö s 1 je 1 i e Kos in (Kalium¬ 
salz des Tetraltromlluoreseeins ) eine nur u m Wenige> 
grössere Allinitäl als diejenige, welche zwischen den 
genannten Substanzen und dem Wasser besteht: 
o. er besitzt liir die Se i Ion Verbindungen der llosa- 
niline, liir die Azofarbstoffe, liir die wässerlös- 
lichen Induline eine kleinere Affinität, als zwischen 
diesen Substanzen und dem Wasser besteht; 
heobachten, da4'* stell das Xucteoproteid nur mit jenem Farbstoff färbte, 
für welchen es grössere Affinität besass. So färbte es sieh z. H. in tief; 
Hiondi .sehen Fösung grün. — Lilienfeld t Feber die Walilverwandtscha!' 
der Zellelrmentc zu gewissen Farbstoffen. Arch. f. Anat. und Physiol. 
Physiol. Abtli. hS03. pag. 395) bestätigt die gleiche Thatsache. indem ei 
•sagt : dass die Kernsubstanzen. Nucleoproteide. Nucleine. Nucleinsäuren 
immer den basischen, die Kiweisskdrper des Ztdlleibes immer den .saufen 
Farbstoff aus dem Fa then ge m i sc h a u s wäh len >.
        

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