Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aufhebung der Coagulationsfähigkeit gewisser Eiweisskörper durch metallisches Silber
Person:
Schade van der Does
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17194/2/
gelbe \TrwandolU. Spèetroskopiseh untersucht fand sich dor 111,. 
Streifen verschwunden. Wurden diese Filtrate aber über freier 
Flamme /um Sieden erhitzt, so trat keine Coagulation, sondern 
nur die Oben bezeichnten Farbenänderungen ein, während 
Knntrnlproben, die den Zusatz von Silber nicht erhalten hatten, 
typische Coagulation zeigten. Einen weiteren auffälligen Un tor¬ 
schied lieferten die Globuline der durch das Silber veränderten 
Kiweissproben, da dieselben sich nicht mehr durch starke Ver¬ 
dünnung mit Wasser ausfällen Messen. 
Die durch das Schütteln mit Silber ungerinnbar gewordenen 
Eiweisslösungeu wurden nun daraufhin untersucht, ob sn 
Silber aufgenommen hätten. Zu diesem Zwecke wurden >w 
verbrannt, ln ihrer Asche liess sich Silber ohne Schwierigkeit 
uuftiiidcn. Auch in deni Eiweisslösungen selbst wurde das Silber 
mit Hülle von Blattköpfer oder, Ammonsullid nachgewiesen 
Die eingetretenen Silbermengen konnten jedoch nur sehr 
geringe sein. 
Es interessirte jetzt, zu erfahren, in welcher Bindung sich 
das Silber in den Eiweisslösungen fand. Da das Eiweiß 
gering«* Mengen von frisch gefälltem Chlor- und Schwefel si II ><‘i* in Form des einen oder anderen vom llülmereiwcb* 
resp. Blutserum in Lösung gehalten wurde und die Coagulation 
beim Erhitzen verhinderte. Kontrolproben ergaben jedoch di, 
Irrigkeit dieser Annahme, denn mit Chlor- oder Schwefelsilhn 
geschüttelte Eiweisslösungen coagulirten wie gewöhnliche. Ih 
ich auf diese Weise keine Aufklärung über die eigenartig 
Veränderung der Eiweisskörper durch metallisches Silber er¬ 
halten konnte, untersuchte ich den Filterrückstand der mit 
Silber geschüttelten Eiweissproben. Derselbe enthielt neben 
überschüssigem, in Salpetersäure löslichem Silber einen dm» 1 
Salpetersäure und Ammoniak nicht veränderlichen Körper ! vi* 1- 
leiclit Schwefel?). Doch will ich dahingestellt lassen, ob de 
Fehlen dieser durch das Silber dem Eiweiss entzogenen Substanz 
die Ursache der Nichtgerinnbarkeit des Silbereiweisses ist. 
Zum Schluss möchte ich noch eine Beobachtung mii- 
fbeileu. welche die starke fäulnisswidrigo Wirkung des v»>b
        

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