Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Proteinstoffe. 1. Ueber jodirtes Eieralbumin
Person:
Hofmeister, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17186/7/
Jod nachgewiesen werden. Hingegen ergab die Veraschung 
mit Soda und Salpeter einen hohen Jodgehalt. 
Von Eiweissreactionen zeigte die Substanz die Xantho¬ 
protein- und die Biuretprobe, die Zuckerreaction nach Molisch 
(mit a-Naphtol), die Fällbarkeit durch die Alkaloidreagentien 
und auch durch Ferroeyankalium. Hingegen fehlte die Mil- 
lon’sche Probe, die Bleischwärzung beim Kochen mit alka¬ 
lischer Bleioxydlösung und die Adamkiewicz’sche Reaction. 
Der Versuch, das Jodprodukt durch spontanes Ausfallen¬ 
lassen aus einer ammoniakalischen und mit Ammonsulfat ver¬ 
setzten Lösung krystallinisch zu gewinnen, ergab kein Resultat. 
Die Ausscheidung erfolgte wegen des Verdunstens des Ammoniaks 
zu rasch. Immerhin bestand der Niederschlag nicht aus den 
gewöhnlichen amorphen Massen, sondern aus Globuliten. 
Wie schon der Ausfall der Probe von Molisch erwarten 
liess, enthält das Jodprodukt noch Kohlenhydrat. Durch Kochen 
mit mässig concentrirter Säure und entsprechende weitere Be¬ 
handlung konnte daraus eine nicht unerhebliche Menge eines 
Körpers vom Verhalten eines Phenylosazons erhalten werden. 
Die Zusammensetzung des bei 110° getrockneten Jodprodukts 
ergab sich, wie folgt: 
Präp. 
I: 
Präp. 
II: 
Mittel : 
47,65 
47,86 — 
47,45 
48,06 
48,13 
47,83 °/o 
6,49 
6,35 — 
6,88 
6,66 
— 
6,59 „ 
8,94 
9,08 8,85 
8,84 
— 
— 
— 8,93 „ 
14,11 
14,34 — 
14,25 
14,19 
14,32 
14,28 14,25 „ 
1.20 
1,30 — 
1,28 
— 
sog 
— 1,26 „ 
_ 
_ — 
— 
— 
— 
— 20,96 „ 
0,17 
— — 
0,20 
- 0,18 „ 
100,00 °/o 
IV. Beziehungen des Jodalbumins zum Albumin. 
Die gute Uebereinstimmung in der Zusammensetzung 
zweier getrennt und unter Verwendung verschiedener Jodmengen 
1) Ueber den Kohlenhydratgehalt des krystallisirten Eiweisses 
selbst siehe unten. 
2) Wesentlich Phosphorsäure und Kalk.
        

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