Bauhaus-Universität Weimar

gnose Verseliïëdenlieii Zusammenhänge, die zwischen den 
Keimpflanzen von Kupinus und denjenigen von Zea in Bçzug 
:;,ut; 'li<* Schnelligkeit des Proleinzcrfalls sich zeigt. Iler An- 
iKihiiir. dass die st icksfcof 1frei en Substanzen die Protei n- 
vor dem Zerfall schützen, stellen jedoch manche Tlial- 
entgegen. I)i(‘ Samen von Lupinüs augustifolins sind be- 
tiiivlitlicli ärmer an Proteinstoffen, reicher an stieksfolffreien 
lleser vest ollen, als die Samen von Kupinus Intens : trbtzdein zerlal If 
in den ersleren während des Keimungsvorganges das Protein 
t imelier als in den letztere#, wie daraus zu ersehen .ist, dass 
l't'i K. angustilolius nach (»tägiger Dauer der Keimung nur 
Kdl 0 0 des Gesammlstiekstoffs in Form von Proteiosubstanzen 
H< h vorfänden, lud L Intens dagegen f)8,Sp° o. Aneh würde 
jl**110 Annahme nicht in Kinklang mit der sowohl bei Küpiniis wie 
l"'i Vicia eonstatirten Thatsaehe stehen, dass der Zerfall der 
l'rulciirstolle in der ersten Keimungsperiode am stärksten war, 
olnvnhl doch der Gehalt der Keimpflanzen an den allmählich 
/um Verbrauch gelangenden stickstofffreien Kesmestoffen in 
dieser Periode grösser war als später. 
Damit soll jedoch nicht gesagt sein, dass fier Gehalt der 
keimenden Samen an gewissen stickstofffreien Stoffen ohne 
I.infliiss auf die Grösse des Proteinverlusts dej- Keimpflanzen 
s< i. Dass ein solcher Einfluss in der That besteht, wird im 
let/lcn Abschnitt dieser Abhandlung dargelegt werden. 
Wenn ich im Vorigen nicht von Kiweisssubstanzen. 
sondern I hot einstoffen spreche, so liegt der Grund dafür darin, 
duss in den von uns angeführten quantitativen Bestimmungen 
hui die Vertheilung des Gesanuntsticksloffs auf Proteinstofle 
end nicht prot(‘inartige Verbindungen ermittelt worden ' ist 
Wh dem über den Stolfgehalt der Samen früher Gesagten 
k;tmi cs aber keinem Zweifel unterliegen, dass es vorzugsweise 
Idweissstoffe sind, die in den Keimpflanzen zerfallen, und 
'!;,'s der mit dem Keimungsvorgang verbundene Verlust an 
l’ioteinstoffen hauptsächlich ein Kiweissverlust ist. Die Fn- 
gk'iehheit in der Schnelligkeit des Kiweisszerfälls in verschiedenen 
Keimpflanzen würde sich durch die Annahme erklären 
1'"'n, dass es trypsinartige Enzyme sind, welche die Kiwetss-
        

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