Bauhaus-Universität Weimar

A) i( hr aus dum Fndosperm dun anderen Pflhnzenlheilen zu- 
i.—11k <*i l‘ol{Xt(‘. Im Endosperm der von uns untersuchten 
Keimpflanzen fielen vom Gesammtstiokstotr nprI7,u .°,0 auf 
Verbindungen, welche aus eiweisslreiem Extract durc i» IMios- 
*i■.wotlramsaure fällbar waren. I nfer diesen Verbindungen 
,111'lcn sich zweifellos organische Hasen vor (Arginiir konnte 
ui Endosperm michge wiesen werden); gesetzt, dass daneben 
auch Peptone vorhanden waren, so kann doch ihre O.uantilat 
uirht SO gross gewesen sein,1) dass sie allein als Material für 
das im hypocotylen (died und der Wurzel entstandene. IiIiiIm- 
miii gedieht haben können. s yd,- 
Die Sihhtssfolgerungen, welche ieh aus den an den Hici- 
iiih-KeiinpIlanzen von mir gemachten Beobachtungen abgeleitet 
habe, erhallen noch eine Stütze durch die Thalsache, dass 
diese Keimpflanzen neben (dutumin noch einen slieksloffreichen 
Kiii per enthalten, welcher sich gleich dem .Glutamin im bypo- 
•"l vlen (died und der Wurzel, sowie in den Got y Motion in 
heliiichllichor, im Endosperm dagegen nur in sehr geringer 
Menge vorfindel. Diesen, wegen seiner Schwerlöslichkeit leicht 
in Krystalllörm isolirbaren Körper will ich bis auf Weiteres 
als llicidin bezeichnen: seine Zusammensetzung. entspricht 
der formel C,8H1SN8Ö» (mit 17,0"/„ N). Sollte man trotz der von 
"lie gemachten Darlegungen etwa annchmen wollen, dass in den 
Keimpflanzen von Kicinus das (dutamin nicht auf Kosten anderer 
"i' l'l pioleinartiger Stickstolïverbindungen, sondern auf Kosten 
\<"i KiweissstofVen und Peptonen sich gebildet habe, so wird diese 
Annahme doch unmöglich gemacht, wenn man berücksichtigt, 
•lass liehen dem Glutamin noch llicidin sich anhäufte. 
Die im Vorigen mitgelheilten Ergebnisse unserer Vider- 
hubungen beweisen, dass in den Keimpflanzen Asparngiü 
and Glutamin auf Kosten ariderer nicht proleina.rtiger 
s 11 c k s t o ffve r b i n d u n ge n si c h b il den und dass an d lese m 
l‘i «)cess Stoffe sich bet heil igen, welche durch Phos- 
' d'fwolframsäure nicht gefallt werden und also keine 
1 ' ploiie sind. Auf die Frage., welche einzelne Stickstoff. 
vf'fhindungeu in Asparagin und (dutamin umgewandelt werden, 
! AI. vgl. die vv. o. auf S. 120 gemachten Angaben. >
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.