Bauhaus-Universität Weimar

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JacobsenM lind Manasse zeigten ’ferner, dass das Jecorin 
Mm Kochen mit verdünnter Schwefelsäure in einen teil* 
ähnlichen, in Aether löslichen Bluff und in Traubenzucker tm- 
spalten wird. Jacobsen untersuchte auch das Heduktions- 
verniögen des .leeorins sowohl vor wie nach der Behandlung 
init Sthvvelelsäure und fand dabei, dass die Bediiklion in einigen 
Fällen beim Kochen mit Bahre zunahm, in andern Fällen aber 
jiiixeiändert \erblich, Jacobsen spricht die Vermuthung aus. 
dass die verschiedenartige Deduktion vor. und nach der lu- 
vertering mit Säure von dein imstande herrühre, dass das 
Morin mitunter bei der Titrirung mit Sachsscs Flüssigkeit 
imr unvollständig gespalten wird, während die Säure* es voll¬ 
ständig spaltet. Wird das .leeorin direkt mit Mete versetzt, 
tahzen übrig. Der \er!asscr hebt mit liecftt hervor, welche 
grosse Bedeutung das .leeorin für die Frage nach den redu- 
( irenden Stollen im Illute hat, und er gibt daher eine Methode 
zur Bestimmung des Traubenzuckers und .iceorins im IMutck an. 
die bis auf geringe; Abweichungen mit der mcinigen Tibereim 
stimmt. 
Ausser dem .leeorin gibt es im Blute auch noch gewisse 
aridere Stoffe, die Anlass zu Irrungen b«*i den Fntersuchungen über 
die redueirenden Substanzen geben können. Nach K. Monier h 
kann man aus dem Serumglobulin beim Kochen mit verdünnten 
Säuren eine redneirende Substanz abspalten, deren Natur' 
"Mit näher bekannt ist. Fs könnte datier wohl Vorkommen, 
dass in den Fällen, wo mau den'Zuckergehalt des Blutes be- 
1 > Jacobsen; Leber die in Aothor löslichen roducirondori 
Substanzen des Blutes und der Leber: Skandinavisches Archiv, lür 
Physiologie, Band VI. 1,805. S. ZUlV 
* 2) K. Mörncr: Beducirende Substanz aus dom (ilobulm des Blul- 
serums. Centralblatt für Physiologie, 1893. S. 5KL ;
        

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