Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thierisches Leben ohne Bakterien im Verdauungskanal
Person:
Nuttall, George H. F. H. Thierfelder
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17157/4/
Das Thier hatte bis zuletzt gut gefressen. Es wog 66,5 gr., (kt« 
Ei hatte 52 gr. gewogen, so dass eine erhebliehe Gewichts- 
Zunahme fest gestellt werden konnte. 
Versuch 2. Das Thier kroch spontan aus. Die Eischale 
wurde in derselben Weise entfernt, kleine Beste blieben auf 
dem Hoden liegen. Auchdieser Versuch missglückte; schon 
nach iS Stunden trat Zersetzung in der Eiflasche ein. 
Da unsere Vorversuche gezeigt hatten, dass bei Benutzung 
ganz Irischer Eier die meisten Hühnchen unmittelbar nach dem 
Auskriechen steril sind und da andrerseits eine ungenügende 
Sterilisation unserer Apparate, speeieil der Eiflaschen auszti- 
schliessen war. vermutheten wir, dass in der Eischale befiin )- 
liche Bakterien den im gluck iicjien Ausgang unserer Versucht* 
verursacht hätten. Folgende -Experimente bestätigten unsen: 
Annahm(‘. - ' 
Ein frisches Ei wurde für 4—5 Minuten in 5°,o Salz* 
säure gelegt, daim mit Alkohol und Aether abgespült und an 
dem stumpfen Ende mit feiner steriler Nadel durchbohrt. Jetzt 
klebten wir ein steriles, mit Wattebausch Versehenes Glasrohi 
mittelst Siegellack in der Weise an das Ei an, dass das feine 
Euch in das Bohr hineinsah, durchbohrten das gegenüberliegende 
spitze -Ende des Eies ebenfalls mit steriler Nadel, behandelten 
das Ei nochmals mit Salzsäure, Alkohol und Aether, entleerte»' 
es durch Blasen in das Glasrohr, zogen das ausgeblasene Ki 
schnell durch die Flamme und zertrümmerten es innerliali- 
eines sterile Bouillon enthaltenden Gylinderglases. Das Gins-, 
rohr mit den an ihm haftenden Besten der Eisehaie wurde 
lierausgezogeu, das Glas mit Watte verschlossen und in den 
Brut schrank gestellt. Wir setzten fünf derartige Versuche au: 
in allen trat Bakterienentwicklung, ein, bei einem nach 24, h i 
zwei nach iS. hei den beiden letzten nach 72 bezw. 96 Stunden. 
Waren die Bakterien von aussen her in die Schale eili¬ 
ge wandert, so konnte man hoffen, die Eier durch eine in**h 
energisdiere Behandlung mit Salzsäure und mit Sublimat keiac 
frei zu maehen. Wir brachten deshalb eine weitere Serie von 
frischen Eiern nach vorausgegangenem Abbürsten für 5 Minuten 
in to° o sterile Salzsäure, aus dieser in Alkohol, darauf 6 IP
        

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