Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das zellwandlösende Enzym der Gerste
Person:
Reinitzer, Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17154/21/
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ID.') 
(dlanzlichen Zellwänden allgemein verbrcitel sind. hat Man*;in 
in seinen früher angeführten Arbeiten naehgewieseii1). 
Dmvli die hier beschriebenen rnlersiiehungcii TiIht die 
Zellwände des Mehlkörpers der (ierslc und des Parenchyms 
( 1er, Kartoflcl knolIon und der Möhre isf somit zunächst die 
Kragt' beantwortet, welcher Natur jene Zellwände sind, die von 
einem Malzuiiszuge diireli Hydrolyse gelöst werden. Die Antwort 
-,‘ld daliin. dass die Lösung immer nur solrlie Zell¬ 
wände oder Wanda nt heile lud rillt, wide lie nus lei« li I 
liydrolysirliaren Hemicellnlosen bestehen. 
2. Verhalten reiner Cellulose zu einem Luitmalzauszug. 
I)ii‘ vorstehenden t'uiersuoliunjîen über die l.ösmw \h*+ 
hisser Zellwände durch einen ludlmalzauszug haben gleich¬ 
zeitig ergeben, dass solche Zellwände, welche der Hydrolyse 
•IhiiIi verdünnte Säuren widerstehen, also oirenbar ans Cellulose 
bestellen, von der im Malzauszug angenommenen (o läse, soweit 
-ich dies durch Beobachtung unter dem Mikroskop festst eilen 
lässt, nicht angegriffen werden. Da aber aut .diesem Wege 
iiichl der sichert' Beweis erbracht werden kann, oh durch die 
Täizym Wirkung nicht wenigstens ein Theil der Wandsubstanz 
gelöst worden ist, wie“ am besten der äusserst zweifelhafte 
Versuch voi,i Brown und Morris mit Kapier beweist, so musste, 
um hierüber volle Klarheit zu schallen, zur gewiehlsanntylisehon 
I iilersuchung gegriffen werden. Ks musste eine rein dafgeslellle 
lellulose mit dem Malzauszug behandelt und ilru* «ladurch 
etwa herbcigeliihrle tiewiclitsverändernng . fcstgeslelll werden. 
Die Ausführung der für diesen Zweck erforderlichen Versuche 
verdanke ich zum grossen Theil der Hüte ..-des Herrn Kelix 
') Dass rs sich hei diesen Kohlenhydraten liicld immer um peklin- 
s,ilUL‘" K;dk handelt, wie Manin glaubt, tolgt u. A. auch ans dem un- 
-ieichen Verhallen der Miltcdlamelle der Zuckerrüben einerseits und der 
Kartoffeln und Möhren andererseits gegen die C\läse. Die Mitlellamelle 
hr letzteren wird gelöst, die der ersleren. nach l.rnwn und Morris. 
T 'ld. Ks können daher nicht beide aus derselben Std.slanz bestehen, 
-"tidern müssen mindestens ans verschiedenen Pekt.inyerbindniigeu auf- 
g haut sein, wenn ihre Verschiedenheit nicht noch grösser i-l.
        

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