Bauhaus-Universität Weimar

(jri ununterbrochen Kleiseh erhielt, ohne jeden ersichtlichen 
tlyiind vollkommen verschwand1). 
Wenn auch nach dein (»('sagten eine Bctheiligung der 
li.iktcrien an der Bildung der Kynurensäure sehr unwahr- 
xlicinlich war, so schien es mir doch nicht überflüssig, in 
dieser Richtung noch folgende beiden Experimente zu machen 
I Es wurde gehacktes Fleisch mit Riuderpankrens mehrere 
Inge im Brutschrank verdaut, die Flüssigkeit zum Kochen 
dliitzt und filtrirt, das Filtrat sterilisirt, mit Darminhalt eines 
Ivviiurensäure ausscheiUeiHien Hundes inficirt und bei BriiHompe- 
liilnr stehen gelassen. Die nach 8 resp. HO Tagen vorgenommene 
I ntcrsuchung auf Kynurensäure verlief völlig negativ. 2) Es 
wurde zerhacktes Fleisch in schwach alkalischem Wasser sus 
("‘ii'lirt, mit dem Darininhalt eines Kynurensäure ausscheidenden 
blindes inficirt und nach IHstündigein Verweilen im Brutschrank 
•ui zwei aufeinanderfolgenden Tagen einem, Hund, dessen Harn 
kvnurensäurefrei war, in den Magen gebracht. Der im Ver- 
l;mt der nächsten Tage gelassene Harn enthielt keine Kynuren- 
süiiro2). ITiter den angeführten Vorsuehsbodiugungen- wühle 
jiI'O von den l)armhakteri(‘n weder Kynurensiiure selbst noch 
cim* Substanz, die nach der Desorption in den (iewohen in 
diese Säure übergoführl wird, gebildet. 
Weder die vorerwähnten Beobachtungen anderer noch 
meine eigenen geben also irgendwelche Anhaltspunkte dafür, 
dnss Bakterien bei der Bildung der Kynurensäure eine Bolle 
Spielen. 
Es war zu priilen, ob sie vielleicht durch die Einwirkung 
d< > Sekrets des Hundepankreas auf Eiweiss entsteht. Zu dem 
/weck wurde Bindfleisch mit dem gehackten JTmkreas eines 
Hundes, der Kynurensäure ausschied, und 0,1 proe. Sodalösuug 
zfisimmengcbraehl, mit Thymol versetzt und in den Brutschrank 
if sti llt, bis das Auftreten von Tryptophan eine vveit- 
trat statt ihrer Harnsäure auf. welche vorher gefehlt hatte, 
Im zu prüfen, ob vielleicht Skatolearhonsäure die Miitter- 
• i>>fanz der Kynurensäure sei. hatten schon Hosenhain und flaagen 
c.''(• >äure subkutan, injicirt, aber mit negativem Krfölg.
        

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