Bauhaus-Universität Weimar

Ueber das Fett der Dermoidcysten der Ovarien. 
Voll . 
E. Ludwig. 
(I)ei nclaciion zug«-giingen am 22. Januar 1S'J7.) 
Itn Jahre IsTA mir mein College weil. Th. Hi ti¬ 
ro t h eine grössere Quantität Kelt ans einer Ovarial-Dermoiil- 
evslc zur Cntersuchung, weil ihm die eigeut hi unliebe Consislenz 
und das besondere Verhalten desselben aufgefällen waren. Ich 
habe dieses Kelt mit weingeistiger Kalilauge verseift, den 
Weingeist verdampft, den Abdampfriieksland in viel Wasser 
gelöst und die so erhaltene trübe Klüssigkeit wiederhoft mit 
• ... • 
Aether ausgedehnt teil. Nach dem Ahdeslilliren des Aethers 
hlieb ein hei gewöhnlicher Temperatur halbflüssiger, let tiger. 
heHg(ilber Itiiekstnnd, dessen Gewicht, ungefähr ein Viertel des 
zur Knlersueliung verwendeten Fettes betrug. Durch Abpresseii 
wurde dieser Aclherexlract in einen testen und in einen, 
flüssigen Anthcil getrennt, der crslere erwies sieh im wesent¬ 
lichen als Cctylnlkohol,.'der letztere ist eine ölige, gelbe Klüssig¬ 
keit von sehwachem, angenehmem Gerüche; dieselbe verliert 
erst nach langem Trocknen bei 120° (im Wasserstoffstrom' / 
« 
das anhaftende Wasser vollständig und giebt dann bei <|h 
Klementaranalyse Zahlen, welche dem des Cholesterins ziemlich 
nahe stehen, sie verhält sich im allgemeinen wie (‘in Alkohol 
und in einigen wesentlichen Keactionen dem Cholesterin ähn¬ 
lich. Diese Klüssigkeit ist gewiss kein einheitlicher Körper, 
da man bei der Destillation derselben im Vacuum mehrere 
Kraet innen mit verschiedenen Siedepunkten erhält. 
Im Verlaufe der letzten zwanzig Jahre habe ich nun d;e 
gesäumte einschlägige Material, das mir Von den Wien'i
        

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