Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber ein eigenthümliches Nahrungsmittel, nebst einigen Beobachtungen über darin angetroffene Fäulnissbasen
Person:
Mörner, Carl Th.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17131/6/
specifischen Bakterie stattgefunden hat. Andererseits lässt 
sich u. A. die Möglichkeit denken, dass neben den gewöhn¬ 
lichen Fäulnissbakterien auch eine mehr spezifische Art sich 
in den Rohstoff eingemengt hat, wobei jene — vielleicht für 
die neuen Verhältnisse, in die sie gerathen sind, mehr empfind¬ 
lich — bald aussterben oder wenigstens in ihrer Thätigkcit 
gehemmt werden, diese aber, mit grösserer Widerstandsfähig¬ 
keit ausgestattet, sich vermehren und die lebhafte chemische 
Umsetzung, welche die reichliche Menge von Stoffwechsel¬ 
produkten unzweideutig angiebt, vermitteln1). 
In diesen beiden oben erwähnten Fällen sind also die 
getroffenen Kautelen (Ansalzen und dichte Gefässe) noth- 
wendige Bedingungen, wenn der mit der Bereitung beab¬ 
sichtigte Zweck erreicht werden soll; nach der ersten Mög¬ 
lichkeit: um die Lebensthätigkeit fder gewöhnlichen Fäulniss¬ 
bakterien zu modifiziren, nach der anderen Alternative: 
um dieselbe ganz zu vernichten. Wenn diese Vorsichts- 
massregeln nicht getroffen werden, tritt gewöhnliche Fäulniss 
ein, und die Waare bekommt einen auch dem Liebhaber 
unerträglichen Geruch; sie ist für Menschen nicht mehr ge- 
»iessbar; eine Thatsache, die bald zum Vorschein kommt, 
wenn z. B. die Lake aus einem undichten Gährströmlings- 
tönnchen ausläuft. 
* 
Hiermit in Zusammenhang dürften ein Paar vereinzelte 
Erfahrungen über den Schmelzpunkt und die Löslich¬ 
keit einiger bei diesen Untersuchungen erhaltenen Queck¬ 
silberchloridverbindungen zuletzt erwähnt werden. 
Dimethylamin. Bei der Bearbeitung (les Gälnströmlings 
habe ich yon diesem Amin zwei verschiedene Quecksilber- 
*) ZumYortheil dieser letzten Annahme dürfen ähnliche Erfahrungen 
(die gewöhnlichen Fäulnissprodukte in reichlicher Menge, aber das Nicht- 
V'irhandensein der Stoffe: Indol, Sca toi und Phenol) m Fällen, wo 
*‘s sieb thatsachlich um specielle Bakterien-Arten handelte, z. B. die mit 
anärohen Bakterien ( B. spinosus, Bacillus liquefaciens magnus) unter¬ 
nommenen Kulturversuche, deren Besultat Xencki und Sei li trenn y 
puhliriit haben (Monatsh. f. Chemie, Bd. 10. S. 50h und' 90S) , erwähnt 
werden. ■
        

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