Bauhaus-Universität Weimar

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50—06° und war bei 62° vollendet. Die Lösung der rein* n 
Krystalle in Xeutralsalzlösungen coagulirte, je nach Art de- 
Salzes, bei 56—5U°. 
Die Krystalle sind von Murray analysirt worden. 
0,005 gr. Substanz hinterliess beim Verbrennen eine unwäg¬ 
bare Menge Asche. Bei 110° verloren die Krystalle 6,01 und 
6,6°/', an Gewicht. Bei der Verbrennung gaben sie im Mittel 
zweier gut stimmender Analysen 51,80 °/0 G, 6,88 II, 16,00 X. 
1 .'J4 S und £J,0d°/0 0. Phosphor enthielten sie nicht. 
Nach seinen Löslichkeilsverhältnissen gehört der krv- 
slallisirende Eiweisskörper zweifellos zur Gruppe der Globulin**: 
nfitier bestimmt wird er zunächst durch seinen Coagulations- 
punkl. Die schottischen Gelehrten denken dabei an d;i> 
.Myosinogen (Myosin), das Fibrinogen und das Leberglobulin 
von Halliburton, finden aber selbst, dass die Eiweiss- 
substanz des Harns mit keinem dieser Körper identisch ist, 
und man muss ihnen darin Hecht geben; denn der Coagu¬ 
la lionspunkt des Myosins und des Fibrinogens liegt merklich 
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tiefer als der des Ei Weisskörpers aus dem Harn, und das 
Leberglobulin von Halliburton ist ein Nucleoalbumiu und 
als solches phosphorhaltig, was die fragliche Substanz nicht i.-t. 
Es lässt sich aber doch noch etwas Genaueres darüber 
ermitteln, mit welchem Globulin man es zu thun hat. Der 
Coagulationspunkt des krystallisirenden Eiweisskörpers fällt 
nämlich genau zusammen mit dem der Heteroalbumose, und 
das allein berechtigt unter den gegebenen Umständen , ihn 
für identisch mit Heteroalbumose zu halten. Es könnte 
auffällig erscheinen, dass die englischen Autoren nicht selbst 
die Heteroalbumose zu dem Vergleich herangezogen haben, 
aber diese Unterlassung ist begreiflich und darum auch ent - 
schuldbar. Wiewohl nämlich die Heteroalbumose nach ihren 
Löslichkeitsverhältnissen zweifellos den Globulinen beigezäl»li 
Werden muss, pflegen die Lehrbücher sie nicht mit bei diesen 
anzuführen, sondern bei den Verdauungsproducten der Eiweiss- 
subslanzen abzuhandeln; es wird dabei das analytische Eiii- 
Iheilungsprincip, welches zur Aufstellung der Gruppe der Glo¬ 
buline geführt hat, verlassen und die Heteroalbumose in B* • 
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