Bauhaus-Universität Weimar

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w orden, wohl aber hat sich Steinberg1) ihrer insofern^ h.— 
dient, als er statt der einfachen Farbvergleichung die von 
Freyer angegebenen spectroskopischen Erscheinungen beob¬ 
achtete, bis eine Uebereinstimmung derselben im Blut, im.) 
blutigen Waschwasser erzielt war. 
Brozeit*) bestimmt gewichtsanalytisch den Procont- 
gehalt des Blutes und des blutigen Waschwassers an Häm.a- 
tin, das er angeblich chemisch rein darstellt, und berechn.I 
daraus die gesummte Blutmenge. Schliesslich ist auch die 
von doli n s tei n und Zu n t z durchgeführte Methode — Be¬ 
rechnung der Blutmenge durch Zählung der rothen Blutkör¬ 
perchen einerseits, in einem Cubikmillimeter unverdünnten 
Blutes, andererseits im gleichen Volumen des blutigen Salz- 
wasserauszuges — im Princip von den anderen genannt, n 
Methoden nicht verschieden, nämlich: Berechnung d.*- 
Blut v o I u m eus aus dem p r o c e n t i g e n G e h a 11 i r g e n «1 
eines leicht bestimmbaren Blut bestandtheiles. 
, Den ersten Antheilen des aus den durchschnittenen Hals- 
gifässen einer Seite ausfliessenden Blutes entnahm ich di. 
Proben für Bestimmung des procentigen Iläinoglobingehaltcs. 
Nachdem das Thier ausgeblutet hatte, wurde im Uehrigen 
nach Welcker verfahren. Bei kleinen Thiere» kann mau 
die* (b'fässaussprilzung umgehen, bei grösseren erweist sie sich 
als zweckmässig. Die* Thiere wurden auf dem Hackbrett zer¬ 
kleinert. Den Körperbrei laugt man am besten mit k lei neu 
Mengen Wasser, aber dafür recht oft aus. Von den gut ge¬ 
mengten colirten Waschwassern wurde das Volumen bestimmt 
und nur ein kleiner Theil, etwa 200 ebem. filtrirt, nachdem 
Sättigung mit reinem Kohlenoxydgas vorangegangen war. 
Häufig wurden auch die Thiere selbst mit reinem Cü-tla- 
vergiftet. Die Filtration der colirten Waschwasser bis zur 
völligen Klarheit gelingt in überraschender Weise, wenn das Blut 
nicht mit Hliylus (Milch) überschwemmt ist. ln diesem Fall 
’) Feber die Bestimmung der absoluten Biutmenge. Archiv t. 
    

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