Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Schicksal des Cholesterins im thierischen Organismus
Person:
Bondzynski, St. V. Hunnicki
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17122/4/
m 
Im lufttrockenen Zustand abgewogen, verliert/das Ko- 
jhiosterin bei 100®G noch 1,5®/0 an Gewicht. Geringe Gewichts- 
wrluste bei 100° C, die auf Feuclitigkeit zu beziehen sind, 
wurden noch nach dreiwöchentlichem Trocknen über Schwefel¬ 
säure beobachtet. 
Die Elernentaranalyse der bei 100® G getrockneten Prä¬ 
parate ergab: 
1. 2. 
C *3,41 S3,34 83.5C» 
U 12,24 12,24 12,21 
Berechne! für für. für das Cholesterin 
(:«H440: C27H4hO: Ci:H4i}1>: 
83,33 83,50 S3 93 
12,22 12,37 11,91 
Aus den analytischen Daten geht mit besonderer Schärfe , 
hervor, dass das Koprosterin wasserstotfreicher ist als das 
Cholesterin. Dies veranlasste uns, das Verhalten desselben 
zum Brom zu untersuchen. In der That, während die Addition 
von Brom zu Cholesterin so glatt verläuft, dass eine Lösung 
von Cholesterin sich mit einer Lösung von Brom, wie das 
von Obermüller1) beobachtet wurde und was wir nur 
bestätigen können, sich mit Brom titriren lässt, addirt das 
Koprosterin kein Brom. Ganz analog verhalten sich auch 
beide Körper gegen Jod. Mit einer nach Hübl bereiteten 
Jodlösung lässt sich nach Le w kow i t sch*) das Cholesterin 
ebenfalls genau titriren. 
In einem von uns angestellten Versuche fanden wir bei der 
libation mit der Jodquecksilberchlorid-Lösung auf 1,0912 gr. 
Cholesterin 0,740 gr. Jod gebunden, was 1,128 gr. Cholesterin 
entspricht, während in einem unter den gleichen Bedingungen 
mit Koprosterin angestellten Versuche die ganze Menge des 
hinzugefügten Jods ungebunden war und genau Zurücktitrirt 
sowie das Koprosterin unverändert zurückgewonnen werden 
konnte. 
Bei der Umwandlung von Cholesterin in Koprosterin 
liai offenbar an der ungesättigten Stelle des Cholesterm- 
Miileküls eine Addition von zwei Wasserstoffatomen statt- 
r'i'limden. Ob nicht noch andere Veränderungen resp. Ah- 
*) Biese Zeitschr., Bd. Iß, S. 150. 
; Ber. d. D. Ch. Ges.. Jahrg. 1892. S, 05.
        

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