Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Bedeutung der löslichen Kalksalze für die Faserstoffgerinnung
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17121/51/
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Hi.se Lesung verhält sich also wie eine Thrombosinlösung. 
>.•1/1 man nun zu einer anderen Portion derselben dialysirten 
Fibrinogenlösung Na CI bis zu etwa 1% hinzu und fügt dann 
ebensoviel Ca CI, wie in der ersten Probe hinzu, so bleibt 
.li. se Flüssigkeit klar und das Na CI hindert also die Aus- 
lillung der Fibrinogenkalkverbindung. 
Nun kann man auch den entsprechenden Versuch mit 
einer Thrombosinlösung machen. Man tlieill dieselbe in zwei 
I Yohen, von denen die eine mit NaCI-Lösung bis zu 1 °/0 und 
.he andere mit der entsprechenden Menge Wasser versetzt 
wild. Fugt man nun zu den zwei Proben dieselbe Menge 
Ca CI,Lösung hinzu, so verhält sich die kochsalzfreie Throm¬ 
bosinlösung wie gewöhnlich. die kochsalzhaltige wird da¬ 
gegen im Laufe von vielen Tagen nicht gefällt. Die Kalk¬ 
verbindung des Fibrinogens ist also, gleichgültig oh man das 
Fibrinogen mit Essigsäure ausgefällt hat oder nicht, in Koch¬ 
salz leicht löslich und sie ist sogar unter Umständen löslich 
in einem Ueberschuss von Ca CI,. Setzt man die Ca CI,-Lösung 
in geringer Menge einer dialysirten Fibrinogenlösung hinzu, 
so wird die entstandene Fibrinogenkalkfällung fast sogleich 
schwerlöslich, dass man sie durch Zusatz von über¬ 
flüssigem Ca CI, nicht auf lösen kann. Setzt man aber der 
tibrinogenlösung auf einmal die überschüssige Menge CaCI,- 
l.osung- hinzu, so kann die Ausfüllung ganz ausbleiben. * 
Lin schlagendes Argument gegen die Theorie von Lil ien- 
I. Id dürfte wohl auch folgende Versuchsanordnung sein. Man 
bestimmt zuerst in einer kleinen Portion der salzfreien Throm¬ 
bosinlösung die zur Erzeugung einer möglichst reichlichen 
Thrombosinkalkfiillung erforderliche Menge Chlorcalciumlö- 
*""" Daral,f versetzt mag den Pest der Thrombosinlösung 
""I Na CI bis zu etwa 1 •/.. Diese kochsalzhaltige Thrombnsin- 
'osnng wird darauf in zwei Theile getheilt. Zu dem einen 
'"l/l man tlas Optimum an Kalksalz, zu dem anderen eine 
kalkfreie Fermentlösung hinzu. Die kalkhaltige Probe kann 
tagelang stehen, ohne zu gerinnen; die kalkfreie, ferment- 
Lütige ist in einer halben oder ganzen Stunde so fest ge- 
ron 
iifn, dass man das Coa
    

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