Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das physiologische Verhalten der Gentisinsäure
Person:
Likhatscheff, Alexis
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17087/14/
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sich Hydrochinon in Verbindung mit der Schwefelsäure, wäh- 
icm! die Gcntisinsfiure sowohl im freien Zustande als auch 
mit Schwefelsäure gepaart vorhanden war. Nach der.jnjecli.rn 
d.s fientisinsäureäthyleslers wurde gleichfalls Hydrochinon 
nachgewiesen und zwar wiederum nur in Verbindung mit der. 
Schwefelsäure. Aus allem diesem resultirl erstens die Fälligkeit 
des Organismus, Gentisinsäure in Hydrochinon umziiwa.id.l», 
und zweitens die grössere Neigung des'letzteren gegenüber 
der Gentisinsäure, sich mit der Schwefelsäure zu verbinden; 
denn würden beide genannte Körper mit gleicher Leichtigkeit 
eine Verbindung mit der Schwefelsäure eingehen, so müsste 
das Verhältnis*.zwischen der freien und gebundenen Gen- 
lisinsäure, sowie zwischen dem freien und gebundenen Hydro¬ 
chinon das gleiche sein. Was die Art und Weise der Bildung’ 
des Hydrochinons aus der Gentisinsäure anbetrifft, .so handell 
c s sich wahrscheinlich, wie bereits oben bemerkt, tun einen 
ganz analogen Process, wie bei der Bildung des Toluhy- 
drochinons aus der Homögentisinsäure. Ueber den Ort des 
Leberganges der Gentisinsäure in Hydrochinon, resp. darüber, 
ob dieser Process analog der Bildung des Toluhydrbehinoiis 
im Darm vor sich geht oder nicht, lässt sich mit Bestimmtheit 
nichts aussagen. Dieser Ucbergang wurde nach der subcutanea 
Injection der Genljsinsägre und ihres Aethylesters beobachtet ; 
dagegen gelang es nicht, nach Einführung des Aldehyds per 
os den Nachweis dieser Umwandlung zu liefern ; allein auch in 
den fallen der subcutanea Injection der Gentisinsäurc ist 
man-nicht sicher, ob nicht ein Tlieil derselben im Darm ans¬ 
geschieden und dort gespalten wurde, so zwar, dass das hiorh.4 
entstandene Hydrochinon wieder resorbirt und als Aelh.i- 
schwefelsäureausgeschieden wurde. Von anderen Verbindungen, 
welche nach Analogie mit manchen Körpern der aromatischen 
Gruppe ans der Gentisinsäure hätten entstehen können, haben 
wir nach Verbindungen mit Glycocoll gesucht. Diese Ver- 
-uche haben indessen zu einem durchaus negativen Resultat.' 
K“tülirt. 
Ebenso fehlt dem Harn nach Application von (hntMit- 
die Eähigkeif. di«* Polarisationsebene zu drehen.
        

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