Bauhaus-Universität Weimar

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in sehr geringer, aber doch die Analysenresoltate zu stark 
beeinflussender Menge beigemengt ist. Das weitere Studium 
der Reaction hat ermöglicht, reines Carniferrin von eonstanter 
Zusammensetzung darzustellen und dasselbe in verschiedenen 
thierischen Flüssigkeiten und Extracten quantitativ zu be¬ 
stimmen. Hierdurch konnten über die Natur der Pbosphor- 
fleischsäure, ihr Vorkommen und ihre physiologische Bedeutung 
nähere Aufschlüsse gewonnen werden. 
I. Das Carniferrin. 
Darstellung: Zur Gewinnung eines reinen Productes 
in quantitativer Ausbeute wurde das früher') beschriebene 
Verfahren dahin abgeändert, dass die Phosphate der Muskel- 
extractlösungen nicht durch Barythydrat, sondern durch Chlor, 
calcium und Ammoniak gefallt wurden. Man setzt solange 
abwechselnd die Lösung des Chlorids und Ammoniaks unter 
fortwährender Neutralisation der entstehenden sauren Reaction ,; 
hinzu, bis bei schwach alkalischer Reaction durch Chlorcalciuni 
kein Niederschlag entsteht. Hierauf wird filtrirt, EisencldoHd 
hinzugegeben und gekocht. Während des Kocliens stumpft 
man die saure Reaction bis zur schwach sauren mit Am¬ 
moniak ab und fährt mit dem Zusatze von Eisenchlorid uiiler 
erneuter Abstumpfung mit Ammoniak solange fort, bis eine 
tiltrirte Probe nach stärkerem Ansäuren die Ferrireaotion mit 
llhodankalium oder Ferrocyankalium schwach liefert. Das 
entstandene Carniferrin wird abgenutscht, bis zur Chlorfreiheit 
gewaschen und wenn es zersetzt werden soll, feucht weiter 
verarbeitet, sonst auf der Nutsche mit Alkohol und dann mit 
Aether gewaschen und an der Luft getrocknet. Reim Trocknen 
auf dem Wasserbade wird es zwar nicht zersetzt, ballt sich 
aber zu einer harten, schwer pulverisirbaren Masse zusammen, 
während es durch Trocknen mit Alkohol und Aefher als 
leichtes, feines Pulver erhalten wird. 
Zusammensetzung: Bei folgenden Analysen wurde 
/ur Eisenbestimmung die bei 105°—108° bis zum constanten 
') L. c\, S. 40*2.
        

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