Bauhaus-Universität Weimar

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Nuclein, sondern als ein Nucleon bezeichnen. Dieser Name 
soll die nahe Verwandtschaft zu den NucleTnen in Bezug auf 
Eigenschaften und Zusammensetzung und jedenfalls auch auf 
ihre Entstehung bezeichnen. 
IV. Phosphorfleischsäure als Bestandtheil der Milch. 
Früher') habe ich auf Grund der Fähigkeit der Phos¬ 
phorfleischsäure, gleichzeitig Phosphorsäure und Metalle wie 
Eisen und Kalk in (für schwachsaure, neutrale und .alkalische 
Flüssigkeiten) löslicher Form zu enthalten, die Ansicht aus* 
gesprochen, dass die Phosphorfleischsäure ein wichtiges Trans- 
poitmittel für Phosphorsäure, Eisen, Kalk, Magnesia sei. 
Diese Vermuthung ist gerechtfertigt worden durch den Befund, 
dass die Pho^phorfleischsäure ein regelmässiger und wesent¬ 
licher Bestandtheil der Milch ist. Entfernt man aus der Milch 
(Kuhmilch) das Gasein und die coagulirbaren Eiweisskörper; 
und behandelt das Filtrat von diesen ebenso wie eiweissfreie 
Muskelextracte mit Barythydrat, Kalkhydrat oder Chlorcalcium 
und Ammoniak, so erhält man durch Eisenchlorid in der Hitze 
einen Niederschlag, der völlig‘identisch mit dem aus Muskel- 
extracten dargestellten Carniferrin ist. Er löst sich leicht und 
vollkommen in Alkalien, die Lösungen geben in genügender 
Verdünnung mit Schwefelammonium keinen Niederschlag und 
ändern die Farbe nicht, während beim Erhitzen allmälig sich 
Schwefeleisen bildet. Mit Essigsäure angesäuert geben sie 
nicht mit Fçrrocyankalium die Berlinerblaureaction, welche 
erst beim Kochen durch Zusatz von Mineralsäuren beschleunigt 
ein t ri tt. 
Die Analysenwerthe stimmen mit denen, welche aus 
Muskelextracten- dargestelltes Carniferrin liefert, überein. 
I. 0,2226 
II. 0,4324 
III. 0,2154 
IV 2,2153 
Analysen: 
gr. S. gaben 0,0618 gr. H, 0 und 0,1844 gr. CO,. 
» » erforderten 16,05 ehern. H,SÜ4 lj,„ N. (Kjeldah 
s * * 11,0 > Permangaiiatlösimg, 
» » gaben 0,1454 gr. Mg, P, 0;. 
V' Art'll, f. Anat. u. Physiol., Physiol. Abthlg. 1804, 
S. 401.
        

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