Bauhaus-Universität Weimar

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Zur Kenntnis« der Phosphorfleischsäure. 
Von 
M. Siegfried. 
(Aus (Wu chemische» Laboratorium des physiologieoben Institutes der Universität Leipzig. 
(Der Redaction zngcgangen am 9. December 1895.) 
In einer «Ueber Fleischsäure»1) überschriebenen Ab¬ 
handlung habe ich gezeigt, dass sich aus Muskelextracten 
nach Entfernung der Phosphate durch Barythydrat mittelst 
Eisenchlorid in der Hitze eine in Wasser unlösliche, in Alkalien 
leicht lösliche, phosphorhaltige Eisen Verbindung, das Carni- 
ferrin, gewinnen lässt. Aus dieser entsteht durch Zersetzen mit 
Barythydrat das Barylsalz der Fleischsäure C10H15N3O8, einer 
einbasischen Säure, deren Untersuchung Gegenstand ange¬ 
führter Arbeit war und zur Erkenntniss der Identität der¬ 
selben mit dem Antipepton führte. 
Aus den Analysen der ersten Präparate Carniferrin 
konnte nicht mit Sicherheit der Schluss gezogen werden, dass 
dasselbe ein Individuum, ein Product von constanter Zu¬ 
sammensetzung sei. Die etwas abweichende Zusammensetzun 
mehrerer Präparate erklärte sich aus dem Umstande, dass 
unter anderen, an oben citirter Stelle mitgetheilten Bedingungen 
ein Eisenniederschlag von wesentlich höherem Eisengehalte als 
demjenigen des Garniferrins entsteht, welcher diesem leicht 
') Arch. f. Aiiät. u. Physiol.. Physiol. Abt hl g. 1894, S. 401, 
tc
        

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