Volltext: Ueber die Fettsäure-Cholesterin-Ester des Blutserums (21)

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<li<‘ ganze zur Lösung nöihige Alkoholmenge zuzusetzen, son- 
(hin tractionirt zu lösen, da der höher schmelzende Ester, 
falls er dem Präparat beigemengt ist, als der schwerer lös¬ 
liche erst in den zweiten oder dritten Alkoholauszug übergeht. 
Hat inan zum Umkrystallisiren nicht soviel Zeit zur 
Verfügung, so kann man die Krystalle auch in Aether lösen, 
filtrjren un^ das Filtrat unter beständigem Umrühren in 
heissom Alkohol eintragen, dem etwas Aether zugesetzt ist. 
In diesem Falle ist aber darauf zu achten, dass der Ester 
beim Einträgen in den Alkohol nicht schon ausfällt, denn 
sonst krystallisirt er nicht mehr, sondern bleibt ölig. Die 
Krystallbildung geht stets sehr langsam vor sich und der 
Alkohol darf daher nicht zu rasch erkalten und der Aether 
nicht zu rasch verdunsten. Niemals krystallisirt der Ester 
auch in reinem Zustand so schnell, wie z. B. das Cholesterin 
Au> diesem Grunde ist es auch nicht zweckmässig, die 
Krystalle aus reinem Aether oder Chloroform umzukrystalli- 
streu, in welchem sie sich sehr leicht lösen; der Ester fällt dann 
meist ölig aus oder verharzt sehr leicht, wenn er krystallisirt. 
In der beschriebenen Weise wurde der Oelsäurecholesterin- 
esler bisher aus Serum vom Hund, Schwein, Hammel, Rind 
und Pferd dargestellt; ferner wurde er mehrmals aus Hunde¬ 
lymphe. die aus dem ductus thoracicus aufgefangen war. 
gewonnen. 
'• K¥»schaften und Analyse des Oelsäure-Cholesterinesters. 
a) Krystallform. 
Der Eder krystallisirt in langen dünnen Nadeln, da 
häutig fächerförmig von einem Punkt ausstrahlen: öfter setzen 
sich auch kleinen* Nadeln schräg auf die Längsaxe der grossen, 
welche dadurch das Aussehen von Federfahnen bekommen. 
Die Axe optisch grösster Elasticität fällt mit der Längsrichtung 
zusammen (Dr. Milch). 
bj D e r S c h m e I z p u n k ! 
d« i aus verschiedenen Blutarien gewonnenen Substanzen ist 
nicht genau derselbe. Die aus Pferde- und Rinderserum ge-
	        
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