Bauhaus-Universität Weimar

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von de Jonge1) vor, in welcher der Autor zu folgendem 
Schlüsse kommt: «Somit glaube ich den Nachweis geführt 
zu haben, dass das Sekret der Bürzeldrüse Cetylalkohol und 
zwar in beträchtlicher Menge enthält. Wie im Wallrath 
scheint auch hier der Cetylalkohol wesentlich an Palmitin¬ 
säure oder andere hohe fette Säuren gebunden zu seih». 
Bekannt ist ferner das Vorkommen von Cholesterinestern 
im Wollfett, bei dessen Untersuchung Schulze*) zu folgen¬ 
dem Ergebniss kam: S. 175: «Aus den im Vorigen mitge- 
Ihcilten Thatsachen ergibt sich, dass der im Weingeist un¬ 
lösliche Theil des Wollfetts zusammengesetzte Aether des 
Cholesterins und des Isocholesterins enthält, Mit einer ge¬ 
naueren Untersuchung der daraus abgeschiedenen Säuren bi« 
ich beschäftigt ; doch kann man nach den früher ausgefuhrten 
Untersuchungen wohl schon an nehmen, dass es Glieder der 
Fettsäure-Reihe und Oelsäure sind. Der in Weingeist lösliche 
Wollfett-Theil enthält freies Cholesterin, daneben vermutlich 
auch freies Isocholesterin in geringer Menge und vielleicht 
Aether-Verbindungen der beiden Alkohole mit Essigsäure und 
Buttersäure». 
Ferner gehört hierher die Angabe von Baumstark3), 
dass im Aetherextract des Gehirns neben freiem Cholesterin 
ein Körper vorkommt, der beim Kochen mit Kalilauge Chol- 
esteiin liefert ; Baumstark schreibt darüber: «Wenn man 
aber die ölige gelbe Masse, nachdem kein Cholesterin mehr 
auf ein oder dem anderen Wege auskrystallisirt, mit wein- 
geistigem Kali verseift, den Alkohol von der Seifenlösung 
verjagt und die wässerige Lösung mit Aether ausschüttelt, so 
werden aufs Neue grosse Mengen von Cholesterin erhalten. 
*) D. de Jonge: Ueber das Secret der Talgdrüsen der Vögel und 
M'n Verhüllniss zu den fetthaltigen Hautsecreten der >Sâug|èthiere. ins¬ 
besondere der Milch. Zeitschr. f. physiol. Chemie, Bd. 3, S. 225, 1879. 
2) F. Schulze: Ueber die Zusammensetzung des Wollfetts. Journal 
,Tlr Pr»kh Chemie. N. F., Bd, 7, S. 163, 1873. 
:‘) F. Baumstark: Ueber eine neue Methode, das Gehirn cheni. 
zu erforschen, und deren bisherige Ergebnisse.” Zeitschr. f. pliysiolo- 
Chemie, Bd. IX, S. 164, 1885.
        

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