Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Eine neue Methode zur Bestimmung der Harnsäure im Harn
Person:
Krüger, Martin
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17079/4/
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von C. Wulff und mir in dieser Zeitschrift beschriebenen 
Methode bestimmt, d. h. es werden 100 cbcm. Harn zum 
Sieden erhitzt, mit 10 cbcm NaHSÖ,-Lösung und 10 cbcm. 
Kupfersulfatlösung (13°/0) versetzt; dann gibt man noch 5 cbcm. 
einer lOproc. BaCI,-Lösung hinzu, hält die Mischung noch 
‘1 Minuten im Sieden und lässt sie 2 Stunden lang stehen. 
Alsdann liltrirt man »die Flüssigkeit durch ein Faltenfilter, 
wäscht den Niederschlag mit heissem Wasser gründlich aus 
und bestimmt den N-Gehalt desselben nach der Kjeldahl- 
sclien Methode. 
2. 200 cbcm. des Harnes werden mit Natriumcarbonal 
bis zum Entstehen eines flockigen Niederschlages, dann mit 
5 cbcm. lOproc. Essigsäure versetzt, um die Harnsäure frei 
zu machen. Hierauf gibt man 0,5 gr. von dem auf nassem 
Wege bereiteten Braunstein hinzu und erhält die Flüssigkeit 
V, Stunde lang unter stetem Umrühren in schwachem Sieden. 
Nach dem Neutralisiren mit Natriumcarbonat digerirt man 
den Harn mit 10 cbcm. der Natriumbisulfitlösung, bis die 
Hauptmenge des Braunsteins als Mangansulfat gelöst ist, fügt 
10 cbcm. der Kupfersulfatlösung, 5 cbcm. der Baryumchlorid- 
lösung hinzu, erhält die Flüssigkeit 3 Minuten im Kochen und 
lässt sie 2 Stunden stehen. Während dieser Zeit setzt sich 
neben dem Kupferoxydulniederschlag der Basen noch ein be¬ 
trächtlicher Niederschlag wahrscheinlich am Mangansulfit ah. 
der sich aber gut filtriren und auswaschen lässt. Der Nieder¬ 
schlag wird in derselben Weise, wie unter 1. angegeben, be¬ 
handelt. Man erhält den Alloxurbasen-Stickstoff: die Differenz 
zwischen 1. und 2. soll den Harnsäure-Stickstoff angeben. 
Die ersten 10 in der folgenden Tabelle mitgetheiltcn 
Analysen sind bei normalen Harnen erhalten, die letzten 8 be¬ 
ziehen sich auf den Fall von Leukämie, welcher von P. Jacob 
und mir vor einem Jahre in einem kurzen Berichte veröffent¬ 
licht ist (Verh. der physiol. Ges. zu Berlin, 1894, 20. April). 
Die Zahlen in den senkrechten Reihen bedeuten die Anzahl 
der zur Neutralisation des überdestillirten Ammoniaks ver¬ 
brauchten cbcm. 7)0 N.-Oxalsäure; sie sind sämmtlich auf 
200 cbcm. des Harnes umgerechnet. Die erste Columne gibt
        

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