Bauhaus-Universität Weimar

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Naol. Darreichung von Natr. hicarh. sind die Schmerzen etwa,- 
geringer. 
20.IXII. Regelmässige abendliche Spülungen verschaffen Er- 
Ic.chterung fur d.e Nacht und nächsten Morgen. Nachmittags sind 
d,e Beschwerden die alten, bis der Mageninhalt wieder entleert ist 
Motorische und sekretorische Thäligkeit unverändert. Darreichung 
von Kreosot beeinflusst das subjective Befinden nicht. 
11.11. Nach Natr salicyl. hat die Gasgährung aufgehiirl Auf- 
stossen ist verschwunden. Druckgefühl im Abdomen und Schmerzen 
wenig vermindert. Auch jetzt tritt erst nach den Spülungen Er- 
leichterung und Wohlbefinden ein, um den alten Beschwerden nach 
einer reichlichen Mahlzeit wieder Platz zu machen. 
<>.!II. Durch Nàtr. sulfuros. werden sowohl die subjective!! Be¬ 
schwerden als auch der objective Befund in ähnlicher Weise be¬ 
einflusst wie durch Nalr. salicyl. Erstcres wird lieber genommen. 
Besonders gut wird es vertragen bei gleichzeitiger. Darreichung von 
INatr. bicarbon. p 
lf.jll. Nach Aussetzen des Natr. sulfuros. tritt die Gasgährung 
wieder auf, doch erst nach etwa 3 Tagen erreicht sie allmählich den 
1S.III1. In letzter Zeit wurden nach den Ausspülungen Ein- 
gicssungen von Bismuth, subnilr. 5,0-15,0 auf 300,0 Aq. gemacht. 
Die subjective« Beschwerden werden dabei nicht besser. Die 
Schmerzen bleiben unverändert, ziemlich hartnäckige Obstipation folgt. 
Am 19.1V. «4 verlässt Pat. gebessert das Krankenhaus. Er hat 
zueeno">™n. Gährung des Mageninhaltes ist ge- 
nn.er. Motorische Funktion wenig gebessert. Magen enthält Morgens 
rr m'T'i nur Am>lumk8rnw' Muskelfasern sehr seilen. 
den letzten Wochen ausser regelmässigen 2tägigen Spülungen 
^itr. sulfuros. 3 mal tägl. 1,0. V T 
Die 2. Beobachtungsdatier erstreckt sich vom 28 |XII. 94 bis 13.IV1 95 
Der Magen reicht jetzt bis 2 Finger breit unterhalb des Nabels. Die 
ntersuchung des Mageninhaltes ergiebt fast dieselben Resultate wie 
bei der ersten Aufnahme. Die Zahl der Mikroorganismen war das 
^'eenngeralsjetzt, besonders Sarcine und Stäbchenbakterien. 
Auel, war die Eiweissverdauung bei der ersten Beobachtung eine 
bessere. Wahrend Anfangs nur vereinzelte Muskelfasern angetroffen 
irden sind jetzt regelmässig reichliche vorhanden. Näheres über 
Mageninhalt und Verlauf der Erkrankung siehe Tabelle 2 bITcH 
, . nur nocl1 • dass am >*-H. 95 beim Spülen eine geringe Hl.it- 
Wmiengung gefunden wird. Am 5,|VI. 95 wird aim dem Magen 
iwarz-blutiger Inhalt ausgehebert. Auch sind die Stühle in den 
ebsten Tagen theerfarben. Pat. wird am 13.,VI. 95 ungebeilt cid" 
• sen mi atr. sulfuros., welches gern genommen wird' und das
        

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