Bauhaus-Universität Weimar

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Nach Angabe G. Hoppe-Seylers wurde in den Spul¬ 
apparat zwischen Schlauch und Trichter ein eiwa 180 ccm. 
lassendes, stehendes Glasrohr eingeschaltet, welches unten 
durch (»inen doppelt durchbohrten Gumniistopfen geschlossen 
und dadurch mit den Schlauchen verbunden ist, oben in ein 
enges Rohr ausgezogen ist und hierdurch leicht die Entnahme 
des oben gesammelten Gases mittelst Gummischlauch und 
Quetschhahn gestattet. Der ganze Apparat, auch der Magen¬ 
schlauch, wird mit Wasser gefüllt, der Schlauch eingeführt 
und der Trichter gesenkt. Etwa mit dem Mageninhalte aus¬ 
strömendes Gas sammelt sich oben in dem Glasrohr an. Nach¬ 
dem das Wasser ungefähr verdrängt ist durch den Magen¬ 
inhalt, wird der Magenschlauch zugedrückt und das bis dahin 
gesammelte Gas vertrieben, dann der Quetschhahn oben wieder 
ge-cldossen, Trichter gesenkt und weiteres Gas aufgefangen. 
Dadurch wird vermieden, dass die vorhandenen Gase event, 
von dem Wasser absorbiert werden und so Fehler in der Ana¬ 
lyse entstehen. Das darauf aufgefangene Gas wird mittelst 
der Homperschen Absorptionspipetten analysiert. Dabei sei 
noch bemerkt, dass die Gasburette anfangs mit eoncentrierler 
Kochsalzlösung gefüllt wird, um Absorption der Kohlensäure 
möglichst zu verhindern. H 
Nachdem die Gase analysiert sind, wird der noch mit 
reinem oder doch nur wenig verdünntem Mageninhalt gefüllte 
Apparat bei Zimmertemperatur stehen gelassen und die Nach- 
gährung beobachtet. Zum Teil wird auch direkt entnom¬ 
mener Mageninhalt in sterile Gührungsfläschchen gebracht und 
die Gührung in diesen bei Körper- oder Zimmertemperatur 
untersucht. 
Von den untersuchten Fallen wurden 5 genauer be¬ 
obachtet, und teile ich daher erst kurz die Krankenge¬ 
schichten und Untersuchungsresultate mit: 
Fall I. 
S., Wilhelm, Arbeiter, 5!) Jahre alt, aufgenommen im Juli IN!»:: 
wegen Thrombose der linken Vena cruralis, leidet an heftigen ..Durch-- 
t'üllen. Herzschwäche und Lungenemphysem. Etwas kachektiscl.es 
Aussehen. Nachdem durch die Behandlung Herzschwäche, Bi*1* 
rillten etc. gehoben rt*sp. wesentlich gebessert sind, überwiegen Kl;ir'l(
        

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