Bauhaus-Universität Weimar

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wiegt meistens entsprechend den Analysen des aus dem Magen 
entnommenen Gases der Wasserstoff. Eine Ausnahme davon 
bilden die letzten Untersuchungen bei Fall 2 vom 10. 1. <4 
an und bei den späteren Fällen die Gährungsversuche im 
Brutschrank. Hier ist Kohlensäure in grösserer Menge vor¬ 
handen. Die Gährungsversuche im Fall 2 haben seit dem 
obigen Datum auch bei höherer Temperatur als Zimmer¬ 
temperatur stattgefunden. Während früher die Burette mitten 
im Zimmer stehen gelassen wurde, wurde sie von diesem 
Zeitpunkte an in die Nähe des Heizungskörpers gebracht, 
wo die umgebende Luft um einige Grade wärmer war. Es 
wird also scheinbar bei höherer Temperatur mehr Kohlen¬ 
säure gebildet. Ein gleiches Verhalten wäre ja auch im 
Magen selbst denkbar. Es wird ja jedenfalls durch die ein¬ 
geführten Flüssigkeiten (Wasser etc.) ein Theil der Kohlen¬ 
säure absorbiert, auch könnte vielleicht bei erhöhtem Partial¬ 
druck Kohlensäure seitens der Schleimhaut in grösserem Masse 
resorbiert werden. Doch liegen dafür keine Anhaltspunkte 
vor. Man dürfte dann wohl eine Verschiebung des Verhält¬ 
nisses zwischen Kohlensäure- und Wasserstoff-Bildung er¬ 
warten bei verschieden starker Gährung. Dies ist nicht aus 
den Untersuchungen ersichtlich. 
Bei der Gasanalyse in verschiedenen Stadien der Naeh- 
gährung ergiebt sich eine ähnliche Zusammensetzung der Gase 
während des Ablaufs der Gährung, ebenso wie bei der Analyse 
der Magengase. Bei der Nachgährurtg wurde im Allgemeinen 
nur Kohlensäure und Wasserstoff resp. Kohlensäure allein 
gefunden. Die übrigen Gase stammen aus der Luft, die 
während der Untersuchung manchmal aus Versehen hinzu¬ 
strömte. Fand dies nicht statt, so bestand das Gasgemisch 
nur aus Kohlensäure und Wasserstoff. Ein etwaiger Rest 
war so klein, dass er innerhalb der Fehlergrenze lag. Es 
erscheint desshalb auch ausgeschlossen, dass Methan in irgend 
in Betracht kommender Menge dabei gebildet wurde. Ein 
Teil der Nachgährungen, besonders diejenigen im Brutofen, 
doch auch sonst wurden in sterilen Gährungsflaschen an¬ 
gestellt, während andere einfach durch Belassen des Inhaltes
        

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