Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Einwirkung der Schilddrüse auf den Stoffwechsel nebst Vorversuchen über die Art der wirksamen Substanz derselben
Person:
Roos, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17056/8/
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Suppe vurgesetzt wurde, Gewichtsconstanz bei ziemlich gleich- 
bleibender N-Ausscheidung erreicht1). 'Diese Nahrung wurde 
während der ganzen Versuchszeit genau beibehalten *). Nur 
ganz ausnahmsweise erhielt der Hund noch ausserdem etwas 
Wasser (s. Tabelle) und die Milch, in der er die nach der 
oben angeführten Methode gepulverte Schafschilddrüse ge¬ 
wöhnlich vor der Fütterung in einem kleinen Schälchen er¬ 
hielt, wurde jeweils dem für die Suppe abgemessenen halben 
Liter entnommen. Diese Nahrung wurde regelmässig auch 
nach der Operation völlig gefressen und der Kübel immer 
Morgens trocken ausgeleckt gefunden. Nur ganz selten fanden 
sich einige kleine Stückchen Hundekuchen im Käfig verschleppt, 
was immer in der Tabelle bemerkt ist. 
Die N-Bestimmungen wurden alle nach Kjeldahl aus¬ 
geführt unter Anwendung von */4 Normallösungen8), die NaCl- 
Bestimmungen nach Volhard. Die P,06 wurde mit Uran¬ 
lösung und Cochenilletinctur als Indicator4) titrirt. Bei lang¬ 
samem Titriren und'geeigneter Verdünnung des Harns lassen 
sich mit dieser Methode recht gut unter einander stimmende 
Werthe erhalten. 
Der Versuch gestaltete sich folgendermaassen. (Siehe 
beiliegende Tabelle.) 
') Manche Schwankungen in der Ausscheidung rühren offenbar 
von einen» bei dem jungen Thiere in 24 Stunden nicht ganz gleichmässig 
ablaufenden Stoffwechsel her, während die Durchschnittszahlen von 2 oder 
.‘t Tagt*»» unter, einander viel besser übereinstimmen. 
*) Der Hundekuchen wurde immer demselben Vorrat!» entnommen 
und die Milch aus einer Milchgenossenschaft bezogen, in der immer die 
Milch sehr vieler Kühe gemischt wird, so dass die Zusammensetzung 
derselben nicht erheblich schwanken kann. Ausserdem war Wechsel von 
Trocken- und. (irünfütterung, da der Versuch in den Winter fiel, auch 
ausgeschlossen. Es wurde unter diesen Umständen von genaueren Ana¬ 
lysen der Nahrung abgesehen. 
3) Die Fäces jeder Stuhlperiode wurden jeweils in einem abgewogenen 
Becherglas in Schwefelsäure gesammelt, und der N-Gehalt einer aus dem 
gut durchgerührten Brei herausgenommenen, abgewogenen Probe bestimmt. 
Die dieser Probe entsprechende Stuhlmenge ist leicht zu berechnen. 
4) Vrgl. Huppert, Analyse des Harns, 1890, S. 450.
        

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